Chemnitzer FC: Ziffert-Konter gegen Frahn-Kritik

Vorwürfe an die Mannschaft

Steffen Ziffert, Chemnitzer FC

Steffen Ziffert weist die Frahn-Kritik zurück. ©Imago/Picture Point

Beim Chemnitzer FC brodelt die Debatte über die Beurlaubung des früheren Cheftrainers Horst Steffen zu Jahresbeginn weiter. Sportvorstand Steffen Ziffert wies die Kritik besonders auch am Zeitpunkt der Trennung aus Spielerkreisen wie zuletzt durch Stürmer Daniel Frahn mit Schuldzuweisungen an die Mannschaft zurück.

Die CFC-Profis sollten sich an die eigene Nase fassen, ließ Ziffert nach seiner Ankunft im Trainingslager der Sachsen im spanischen Cambrils in einem Interview mit der Bild-Zeitung (Ausgabe vom 12.1.2018) durchblicken. Zugleich machte der 53-Jährige seine Verärgerung über die Vorwürfe deutlich.

Ich war nicht überrascht, eher sauer. (CFC-Sportchef Steffen Ziffert zur Spieler-Kritik an der Trennung von Trainer Horst Steffen)

„Ich war nicht überrascht, eher sauer“, sagte Ziffert: „Die Jungs sollten sich einmal Gedanken machen, warum wir diese Entscheidung treffen mussten.“ Letztlich sei weitgehend das Team für die zahlreichen Niederlagen und damit die kritische Situation des Tabellenvorletzten verantwortlich: „Mit mehr Siegen wäre es gar nicht zu so einer Diskussion gekommen.“

Verstärkungen wieder durch externe Finanzierung

Für den Kampf um den Klassenerhalt stellte Ziffert trotz der angespannten Finanzlage des Klubs Verstärkungen in Aussicht. Die Himmelblauen hätten die Zusicherung bekommen, „neue Spieler zu verpflichten, die extern finanziert werden“, berichtete Ziffert über entsprechende Gespräche mit Unternehmen aus der Region vor seiner Abreise nach Spanien.

Möglicherweise schon bis Montag will der CFC-Sportchef, der schon bei der Verpflichtung von David Bergner als Steffen-Nachfolger ein ähnliches Finanzierungsmodell nutzte, Kandidaten finden. Die Wunschvorstellung sei „mindestens“ ein Duo für die Defensive, „speziell für die Innenverteidigung und die linke Abwehrseite“, sagte Ziffert und stellte die wichtigsten Kriterien heraus: „Wir holen nur Spieler, die erfahren sind und uns sofort helfen.“

Der Verwunderung über die Bergners Verpflichtung trotz seiner zuvor gescheiterten Mission bei Schlusslicht Rot-Weiß Erfurt ficht Ziffert nicht an. Er habe in den vorherigen Gesprächen gemerkt, dass Bergner „die Aufgabe anders angeht als ein erfahrener Trainer“. Erfurt wäre für den neuen CFC-Coach auch „keine reelle Chance gewesen, eine Männermannschaft zu trainieren“. Ausschlaggebend für Bergner sei außerdem auch seine Kenntnis über die Region gewesen.