Chemnitzer FC: Ziffert „will jetzt keine Trainer-Diskussion“

CFC-Coach Steffen unter Druck

Unter selbst geschaffenem Zugzwang: CFC-Sportchef Steffen Ziffert © imago/picture-point-le

Für Trainer Horst Steffen wird die Situation beim Chemnitzer FC zusehends unangenehmer. Nach dem erneuten Sturz auf einen Abstiegsplatz durch die 2:3-Heimniederlage gegen Aufstiegsanwärter 1. FC Magdeburg muss der Coach eine intensive Debatte um seine Person befürchten.

Ein Diskussion um den Trainer will ich jetzt nicht führen. (CFC-Sportchef Steffen Ziffert)

Offiziell weist CFC-Sportchef Steffen Ziffert auch nach der vierten Liga-Pleite in Folge Spekulationen um Steffens Ablösung zurück. „Eine Diskussion um den Trainer will ich jetzt nicht führen“, sagte der 53-Jährige in der Bild-Zeitung (Ausgabe vom 04.12.201).

Allerdings steht Ziffert zur Wahrung seiner Autorität auch unter einem selbst geschaffenen Zugzwang: Seine als „interne Vorgabe“ bezeichnete Forderung von Mitte November nach sieben Punkten aus den letzten fünf Liga-Spielen des Jahres können Steffen und seine Mannschaft nicht mehr erfüllen.

CFC im anhaltenden Sinkflug

Chemnitz war am ersten Advent-Wochenende neben Werder Bremen II als einziges Team aus dem unteren Tabellendrittel punktlos geblieben und nach sieben Runden wieder in die Abstiegszone gerutscht. Inklusive des Achtelfinal-Aus im Landespokal gingen die Himmelblauen in sechs der vergangenen sieben Pflichtspiele als Verlierer vom Platz.

Einen Spieltag vor dem Ende der Hinrunde weist Chemnitz durch insgesamt schon zehn Niederlagen zusammen mit Schlusslicht Rot-Weiß Erfurt die schlechteste Bilanz aller Klubs auf. 31 Gegentore sind außerdem momentan der absolute Liga-Minuswert.

Steffen sieht die Moral seiner Elf und damit auch seine Zusammenarbeit mit dem Team trotz der vierten Heimniederlage weiterhin als intakt an. „Die Jungs haben sich aufgerappelt, Leidenschaft gezeigt“, meinte der Coach in einem Interview mit der Freien Presse zum Auftritt gegen den FCM. Wenn seine Mannschaft ihre Kontermöglichkeiten besser augespielt hätte, sagte Steffen weiter, wäre für den CFC „vielleicht sogar noch ein Unentschieden möglich“ gewesen.

Als Ursache für den abermaligen Nackenschlag nannte der Ex-Profi das fehlerhafte Defensivverhalten der Sachsen. Einmal mehr seien die Gegentreffer zu leicht gefallen, klagte Steffen: „Das Engagement hat gepasst, Zweikampfverhalten und Orientierung in einigen Szenen nicht.“

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