Chemnitzer FC: Zifferts Posten auf dem Prüfstand

Finanzen und Sport künftig in einer Hand

Auf dem Prüfstand: CFC-Sportvorstand Steffen Ziffert

Muss um seinen Job zittern: CFC-Sportchef Steffen Ziffert © imago/picture point

Beim insolventen Chemnitzer FC muss Sportvorstand Steffen Ziffert um seinen Posten bangen. Im Zuge der angestrebten Sanierung soll nach Angaben von Insolvenzverwalter Klaus Siemon künftig ein Sportmanager beim Absteiger außer die Leitung im finanziellen Bereich auch die Aufgaben aus Zifferts derzeitigem Tätigkeitsfeld übernehmen.

Alle Kostenblöcke gehören auf den Prüfstand. (CFC-Insolvenzverwalter Klaus Siemon)

Die Verschmelzung der bisher getrennten Posten von Finanzgeschäftsgeführer und Sportchef sei ein Beitrag zu den notwendigen Einsparungsmaßnahmen, sagte Siemon bei seinem ersten öffentlichen Auftritt als derzeit entscheidende Person bei den Himmelblauen. „Alle Kostenblöcke gehören dazu auf den Prüfstand“, zitierte die Freie Presse den Düsseldorfer Anwalt und Insolvenzexperten.

Zwei Trainer in acht Monaten verschlissen

Ziffert war erst vor Jahresfrist beim CFC zum Sportvorstand bestellt worden. Unter seiner Ägide vollzog sich ein sportlicher Niedergang und mussten zwei Trainer binnen acht Monaten gehen. Kurz nach Zifferts Amtsantritt erfolgte zunächst die Trennung vom damaligen Trainer Sven Köhler, und zu Jahresbeginn musste auch Köhlers Nachfolger Horst Steffen seinen Platz auf der Chemnitzer Bank für den derzeitigen CFC-Coach David Bergner räumen.

Außer für die Führungsetage kündigte Siemon auch für den Vermarktungsbereich einschneidende Änderungen an. Ein neuer Marketingleiter soll das Geschäft wieder forcieren. Die ursprünglich bis 2032 angelegte Zusammenarbeit mit dem Vermarkter Infront, die nach Siemons Ansicht aufgrund der Ausgestaltung der Verträge entscheidend für die Insolvenz gewesen ist, wird zeitnah aufgekündigt.

Zu den sportlichen Perspektiven nach dem Abstieg in die Regionalliga äußerte sich Siemon noch sehr zurückhaltend. Vorbehaltlich der wichtigen Zustimmung der Gläubiger rechnen die Sachsen mit einem Budget zwischen 2,0 bis 2,5 Millionen Euro.

In den Planungen enthalten sind auch die Kosten für das Chemnitzer Nachwuchsleistungszentrum. Die Fortführung der Talentschmiede ist laut Siemon fester Bestandteil aller Zukunftsüberlegungen.

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