Chemnitzer FC: Zifferts Sorgen um die Zukunft

Verhältnis zu Trainer Steffen angespannt

Mit Situation unzufrieden: CFC-Sportvorstand Steffen Ziffert

Sorgen um die Zukunft: CFC-Sportvorstand Steffen Ziffert © imago/picture-point-le

Nach dem Chaos bei Rot-Weiß Erfurt entwickelt sich der Chemnitzer FC offenbar zum nächsten Problemfall der Liga. Anhaltende Querelen in den Führungsgremien überschatten die sportlich ohnehin dürftige Situation der Sachsen. Sportvorstand Steffen Ziffert sieht schwere Zeiten auf die Himmelblauen zukommen.

Er sei über die Entwicklung in der Vereinsspitze nach der Demission von zwei Aufsichtsratsmitgliedern und der Rücktrittankündigung seines Vorstandskollegen Stefan Bohne „enttäuscht“, sagte Ziffert vor dem Heimspiel gegen Zweitliga-Absteiger Würzburger Kickers (Samstag) im Interview mit der Freien Presse.

Ich drücke ihn nicht jeden Tag und sage ihm, wie toll alles ist. (CFC-Vorstand Steffen Ziffert zum Verhältnis zu Trainer Horst Steffen)

Dabei plagen den CFC nach nur einem Sieg in den vergangenen vier Pflichtspielen schon Sorgen genug. „Wir liegen nicht im Soll“, konstatierte 53-Jährige. Die vergangenen Spiele „machen mir wirklich Angst“. Durch die Misere ist inzwischen offenbar auch das Verhältnis zu Trainer Horst Steffen zumindest angespannt: „Ich drücke ihn nicht jeden Tag und sage ihm, wie toll alles ist.“

Bedrohliche Nähe zu Abstiegsplätzen

Chemnitz muss entgegen der ursprünglichen Ambitionen auf der Zielgeraden vor der Winterpause um den Klassenerhalt bangen. Steffens Team liegt vor dem Duell mit Würzburg nur drei Zähler vor den auf einem Abstiegsplatz rangierenden Gästen.

Für eine Beruhigung der Lage fordert Ziffert aus den letzten fünf Spielen des Jahres noch sieben Zähler. Das Ziel solle dabei als „interne Vorgabe“ und nicht als Ultimatum für Steffen verstanden werden, betonte Ziffert.

Hoffnungen auf Verstärkungen in der Winterpause dürfen sich die CFC-Fans kaum machen. Dem Verein seien „finanziell die Hände gebunden“, auch weil sich kein Wechsel eines Spielers aus dem derzeitigen Kader zu einem anderen Klub abzeichne, beschrieb Ziffert die Situation. Man werde „wenig unternehmen können“.

Probleme existieren allerdings nicht nur auf dem Platz und in der Vereinsspitze. Denn aus Sicht von Ziffert wird das bevorstehende Lizenzierungsverfahren kein Selbstläufer: „Es wird erneut große Anstrengungen kosten, das ist sicher.“

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