Dynamo Dresden: Fokus schon auf dem Betzenberg

SGD tankt Selbstvertrauen

Autor: Christoph Volk Veröffentlicht: Dienstag, 15.09.2020 | 09:27
Yannick Stark beim Torjubel gegen Hamburg.

Yannick Stark und Dynamo Dresden konnten vor dem Liga-Start Selbstvertrauen tanken. ©imago images/Dennis Hetzschold

Der quasi runderneuerte Kader von Dynamo Dresden ist mit einem Ausrufezeichen in die neue Spielzeit gestartet. Mit dem Erfolg über den HSV in der 1. Runde des DFB-Pokals durfte Trainer Markus Kauczinski zwar zufrieden sein und war das auch, wollte das 4:1 anschließend aber auch schnell zu den Akten legen.

„Wir genießen diesen Moments dieses Glücks heute Abend, mehr ist es nicht. Meine Gedanken sind schon mehr beim Freitag in Kaiserslautern“, sagte er nach Spielschluss auf der Pressekonferenz. Erkenntnisse aus dem Pokal-Triumph dürften aber auch mit auf die Reise in die Pfalz gehen.

Chancenverwertung bereits auf hohem Niveau

Da wäre zum Einen die Defensive, in der mit Kevin Broll und Chris Löwe die einzigen beiden Akteure am Montag aufliefen, die bereits in der Vorsaison das SGD-Trikot trugen. Dass der Dritt- gegen den Zweitligisten auch Chancen würde zulassen müssen, war im Vorfeld abzusehen. So stand die Abwehr nicht immer sattelfest, was zweifelsohne auch dem frühen Saisonzeitpunkt und einer neu zusammengestellten Mannschaft geschuldet ist, die sich und ihre Abläufe erst noch verinnerlichen muss.

Wie aggressiv Dynamo aber teilweise gegen den Ball agierte und nach dessen Eroberung schnell und zielgerichtet umschaltete, stach ebenso hervor wie die eiskalte Chancenverwertung: Neun Torschüsse genügten Dresden für vier Treffer. In Anbetracht der Favoritenrolle in Liga drei, die Dresden ob der individuellen Qualität im Kader einnimmt, eine besonders wichtige Erkenntnis.

Pressing auch auf dem Betzenberg gefragt

Ein Großteil der Gegner wird gegen die SGD einen defensiven Spielansatz wählen, die Räume eng machen und möglichst wenige Lücken anbieten – auf die Kauczinski-Elf warten also einige Geduldsspiele. Gegen den FCK am Freitag könnte sich hingegen ein ähnliches Spiel wie gegen den HSV entwickeln.

Auch die „Roten Teufel“ verfügen über individuelle Qualität und den Anspruch, das Spiel in die Hand zu nehmen. Das gegen Hamburg erfolgreich praktizierte Pressing inklusive schnellem Umschaltspiel dürfte somit – zumindest phasenweise – erneut zur Anwendung kommen. Personell wird Kauczinksi unterdessen umstellen müssen, Chris Löwe verpasst nach einer roten Karte aus der Vorsaison die Fahrt an seine alte Wirkungsstätte. Mainz-Leihgabe Jonathan Meier darf statt des Routiniers hinten links erwartet werden.