Dynamo Dresden: Rotation auf dem Flügel?

Stefaniak erhöht die Möglichkeiten

Autor: Christoph Volk Veröffentlicht: Dienstag, 06.10.2020 | 09:42
Panagiotis Vlachodimos am Ball.

Panagiotis Vlachodimos konnte das Flügelspiel der SGD bislang noch nicht nennenswert ankurbeln. ©imago images/Dennis Hetzschold

Aus seinen Ambitionen machte Dynamo Dresden wahrlich keinen Hehl. Der sofortige Wiederaufstieg ist das Ziel des Klubs, der mit vier Punkten einen durchwachsenen Saisonstart erlebte. Trainer Markus Kauczinski mahnte zur Besonnenheit, erinnerte daran, dass der runderneuerte Kader Zeit brauche, seinen Rhythmus zu finden.

Den suchte auch Marvin Stefaniak, allerdings in den letzten drei Jahren. In Wolfsburg, Nürnberg und Fürth kam das Dynamo-Eigengewächs nicht über die Rolle des Ergänzungsspielers hinaus. Auf Leihbasis an alter Wirkungsstätte will der mittlerweile 25-Jährige wieder an seine alte Form anknüpfen.

Offensivspiel kommt noch nicht ins Rollen

Auf den Flügeln, das machte der Auftakt in Liga drei deutlich, besteht durchaus Bedarf. Panagiotis Vlachodimos auf links und Agyemang Diawusie auf rechts blieben hier noch ohne großen Punch, agierten phasenweise zu verspielt. Das Offensivspiel Dynamos kam so noch nicht wirklich ins Rollen, wie die bisherige Ausbeute von zwei Treffern auch mit nackten Zahlen untermauert.

Alternativen waren bislang rar gesät, der eigentliche Mittelstürmer Pascal Sohm bewies zuletzt im HFC-Trikot, auch auf dem rechten Flügel zu funktionieren. Sprunggelenksprobleme bremsten den Neuzugang allerdings aus. Stefaniak, der auf beiden Flügeln Erfahrung vorweisen kann, könnte so bereits gegen Magdeburg am Samstag eine ernsthafte Option darstellen.

Zug zum Tor wies der beidfüßig ausgebildete Allrounder bereits im SGD-Dress nach, benötigte lediglich 66 Drittliga-Einsätze für 31 Torvorlagen. Den Mangel an Zuspielen für Christoph Daferner, vorerst als einzige Sturmspitze gesetzt, soll nun auch der Rückkehrer beheben.

Mehr Schwung auf den Flügeln nötig

Den von Kauczinski angesprochenen Rhythmus bringt aber auch Stefaniak nicht mit. Ebenfalls bedingt durch einige Verletzungen stehen lediglich 18 Einsätze in seiner Bilanz für 2019/20, durch die Rückkehr in das vertraute Umfeld hoffen die Verantwortlichen in Dresden, dass die Eingewöhnungszeit trotzdem möglichst gering ausfällt.

Da das noch sieglose Tabellenschlusslicht Magdeburg vor dem Duell mit der SGD nicht gerade vor Selbstvertrauen strotzt, wird diese wohl erneut das Spiel machen müssen. Mehr Schwung über die Flügel scheint dabei unerlässlich, zumal der Gegner verletzungsbedingt auf Offensivkräfte als Außenverteidiger zurückgreifen muss, was für Dynamo zusätzliche Räume öffnen könnte. Diese werden aber auch genutzt werden müssen, um nicht bereits zu einem frühen Zeitpunkt den Kontakt zu den vorderen Tabellenplätzen zu verlieren.