Energie Cottbus: Teamcheck 2018/19

Analyse & Prognose zur neuen Saison

Fabio Viteritti jubelt im Stadion der Freundschaft

Mischen Fabio Viteritti und Co. auch die dritte Liga auf? ©Imago/Steffen Beyer

Energie Cottbus dominierte die letzte Saison in der Regionalliga Nordost und war auch in der Relegation nicht zu stoppen: Grenzenloser Jubel hallte durch das Stadion der Freundschaft nach dem geglückten Aufstieg.

Nun muss sich die Wollitz-Truppe allerdings in Liga drei beweisen. Ob ihr das gelingt? Wir haben bei Energie Cottbus genauer hingeschaut und unter anderem die Neuzugänge und Form gecheckt. Wo die Lausitzer am Ende landen können, verraten wir im Fazit.

Kader & Transfers

Im Gegensatz zu den meisten Konkurrenten hat sich am Kader nicht viel verändert. Verlassen haben die Lausitz lediglich Ergänzungsspieler wie Gabriel Boakye oder Matti Kamenz. Der Leihvertrag mit Alexander Siebeck wurde in letzter Minute doch nicht verlängert.

Die dritte Liga will Energie also mit dem Aufstiegs-Kader aufmischen, von dem die Leistungsträger wie zum Beispiel Spahic, Weidlich oder Mamba auch die nötige Qualität für die Liga mitbringen. Ob letztgenannter jedoch bleibt, ist unsicher, bereits länger bekannt ist das Interesse des SC Paderborn am Top-Torjäger.

Mit Abdulkadir Beyazit wurde jedenfalls bereits ein Regionalliga-Stürmer verpflichtet, der in der vergangenen Saison überzeugte, für den die dritte Liga allerdings Neuland ist. Die nötige Erfahrung bringt allerdings Daniel Stanese mit, der schon 48 Mal in Liga drei auf dem Platz stand und der Mannschaft helfen wird.

Die aktuelle Form

Die Vorbereitung lief mit deutlichen Siegen gegen eine Spremberg-Auswahl sowie die SG Sielow gut an. Besonders Fabian Graudenz überzeugte beim 9:0 gegen Sielow. Gegen den tschechischen Erstligisten Dukla Prag meisterte Cottbus den ersten echten Härtetest und gewann 2:0.

Für Ernüchterung sorgte dann allerdings das 1:3 gegen den 1. FC Magdeburg, wobei das Ergebnis noch höher hätte ausfallen können. Bis zum ersten Spiel gegen Rostock ist in der Lausitz also noch ein bisschen was zu tun.

Stärken & Schwächen

Energie Cottbus vertraut auf seine Aufsteigermannschaft. Die Truppe ist eingespielt, Defensiv- und Offensivmechanismen sollten also funktionieren. Vom Papier her sind die Lausitzer zwar eine No-Name-Elf, allerdings bringen viele Spieler wie Fabio Viteritti oder Maximilian Zimmer unbestritten die spielerische Klasse für Liga drei mit.

Auch die kämpferische Komponente kommt unter Pele Wollitz nicht zu kurz. Zuhause muss Energie erneut zur Heimmacht werden: In der letzten Saison gelangen 16 Siege und ein Remis in 17 Heimspielen. Zum Problem werden könnte hingegen die Unerfahrenheit des Aufsteigers, nur wenige Spieler wie zum Beispiel Tim Kruse kickten schon mal in der dritten Liga.

Pele Wollitz bei Energie Cottbus

Immer top vorbereitet: FCE-Coach Pele Wollitz. ©Imago/Steffen Beyer

Der Trainer

Claus-Dieter „Pele“ Wollitz übernahm Energie in der Endphase der Saison 2015/16, konnte den Abstieg aus Liga drei allerdings nicht verhindern. Umso überzeugender kam Cottbus in der vergangenen Saison zurück und überzeugte sowohl qualitativ als auch mit der nötigen Bissigkeit.

Dies ist ein Verdienst vom Coach, der stets betont, wie wichtig auch die mentale Vorbereitung auf den kommenden Gegner ist. Wollitz nimmt oft kein Blatt vor den Mund, wie zum Beispiel im April, als er verbal gegen den DFB und den Relegationsmodus schoss. Dies macht ihn nicht überall beliebt, authentisch ist der 53-Jährige allerdings auf jeden Fall.

Taktisch variierte Wollitz in der letzten Saison nicht allzu viel, wofür es angesichts des Durchmarschs in der Regionalliga Nord auch keinen Grund hab. Dass der Trainer allerdings mit seiner Formation überraschen könnte, zeigt der Fakt, dass er in der Vorbereitung bereits ein System mit Dreierabwehrkette spielen ließ.

Die mögliche Startelf

Allzu viel wird sich im Vergleich zur vergangenen Saison nicht ändern, vertraut Energie doch seinen Aufstiegshelden. Im Kasten steht Spahic, davor haben Stein und Matuwila die Nase vorn. Auf den defensiven Außenbahnen sind Schlüter und Startsev konkurrenzlos.

Vor der Abwehr wird es spannend, ob Wollitz Neuzugang Stanese den Vorzug vor Kruse gibt. Im Mittelfeld wirbeln die üblichen Verdächtigen während Mamba die Sturmspitze gibt. Wenn er bleibt. Sollte der Angreifer gehen, stünden Scheidhauer oder Neuzugang Beyazit bereit, der zuletzt an einer Verletzung der Bauchmuskulatur laborierte.

Voraussichtliche Startelf: Spahic – Startsev, Stein, Matuwila, Schlüter – Stanese – Weidlich, Zimmer, Marcelo Freitas, Viteritti – Mamba

Fazit & Prognose

Energie Cottbus ist ganz klar der Underdog in der kommenden Saison, wer die Lausitzer allerdings unterschätzt, macht einen Fehler. Im Kader stehen gute Kicker, die auch die Qualität für die dritte Liga mitbringen. Problematisch wird es hingegen wegen der fehlenden Erfahrung werden. Zudem ist unklar, ob Top-Torjäger Streli Mamba bleibt. Der Klassenerhalt wird schwer, ist aber im Bereich des Möglichen.

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