Energie Cottbus: Ärger über Bedingungen

Pendelverkehr zwischen schlechten Plätzen

Will bessere Trainingsbedingungen: Energie-Trainer Claus-Dieter Wollitz

Unzufrieden: Energie-Coach Claus-Dieter Wollitz @ imago/steffen beyer

Bei Energie Cottbus herrscht trotz des Traumstarts in die neue Saison (3:0 gegen Hansa Rostock) auch bei herrlichem Sommerwetter nicht nur eitel Sonnenschein. Mit eindringlichen Worten beklagte Trainer Claus-Dieter Wollitz vor der Reise zum nächsten Punktspiel beim SV Wehen Wiesbaden (Sonntag) die zusehends sinkende Qualität der Trainingsverhältnisse für sein Team und fordert nachdrücklich Verbesserungen ein.

Die Bedingungen werden immer schlehter. (Energie-Coach Claus-Dieter Wollitz)

In der Lausitzer Rundschau machte der Coach seinem Unmut über verschiedene Mängel Luft. „Die Bedingungen werden immer schlechter. Das merken auch die Spieler“, schimpfte Wollitz.

Pendelverkehr zwischen vier Trainingsplätzen

Seine Unzufriedenheit erscheint nachvollziehbar. Aufgrund der nicht ausreichenden Platzqualität auf heimischem Gelände pendelt das Energie-Team ständig zwischen insgesamt vier Trainingsstätten. Wollitz beklagt jedoch auch, dass die Plätze insgesamt wegen mangelnder Pflege – kein regelmäßiger Schnitt, keine ordentliche Bewässerung, keine Ausbesserung von Löchern und keine regelmäßigen Markierungen – nicht dem Drittliga-Standard entsprächen.

Bei seinem Präsidenten Michael Wahrlich rennt Wollitz offene Türen ein. Die Mittel des Klubs scheinen indes begrenzt. „In den letzten vier Jahren haben wir mit den vorhandenen Möglichkeiten alles getan, um den Qualitätsverlust so gering wie möglich zu halten“, beschreibt Wahrlich die Bemühungen: „Was einmal gut war, hält nicht bis in alle Ewigkeit.“

Aufgrund seiner limitierten Mittel zur Abhilfe hofft Cottbus nun auf finanzielle Hilfe durch die öffentliche Hand. „Verein, Stadt und das Land Brandenburg müssen sich zusammensetzen“, meint Wollitz.

Wahrlich sieht für mögliche Verhandlungen („Gespräche aufzunehmen und Lösungen zu entwickeln, wäre für alle gut“) in der Rolle von Energie als regionales Aushängeschild einen Pluspunkt: Weil die Menschen im Umfeld sich sehr stark über Energie mit der Region identifizieren würden, „ist unser FCE vielleicht ja auch einen Gedanken wert hinsichtlich des Strukturwandels“.

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