Erste Trainerwechsel – Rostock und Wiesbaden ziehen früh die Reißleine

Daniel Brinkmann und Daniel Scherning entlassen

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Dienstag, 15.09.26 | 13:44
© IMAGO / Andy Bünning

Geschichte bei Hansa Rostock: Daniel Brinkmann. © IMAGO / Andy Bünning

Erst fünf Spieltage sind in der 3. Liga absolviert und dennoch haben mit dem SV Wehen Wiesbaden und Hansa Rostock gleich zwei Vereine die Reißleine gezogen und zu einem gemeinhin als suboptimal eingestuften Zeitpunkt inmitten der ersten Englischen Woche der Saison ihre Trainer entlassen.

Mit acht Punkten aus den ersten vier Spielen hat der FC Hansa keinen schlechten Start hingelegt, doch die herbe 0:4-Niederlage am Freitagabend bei Viktoria Köln war für die Verantwortlichen ausreichend, um einen Schlussstrich unter die knapp zwei Jahre währende Zusammenarbeit zu ziehen, wobei es weitere Gründe neben der ersten Saisonpleite gab.

„Diese Entscheidung ist uns nicht leichtgefallen, aber wir haben die Situation der Mannschaft in den vergangenen Wochen und Monaten sehr genau beobachtet und dabei nicht nur die Ergebnisse, sondern auch die grundsätzliche sportliche Ausrichtung und die Leistungen auf dem Platz analysiert. Dabei sind wir zu der gemeinsamen Einschätzung gelangt, dass die Entwicklung zuletzt nicht mehr unseren Erwartungen und unseren sportlichen Zielen entsprochen hat“, kommentierte Direktor Profifußball Amir Shapourzadeh auf der Vereinshomepage das Aus von Brinkmann und seinem Assistenten Dirk Flock.

Während am Mittwoch gegen den VfB Stuttgart das verbliebene Trainerteam mit Yannic Thiel, Adam Susac und Arvid Rinast in der Verantwortung stehen wird, ist die Suche nach einem Nachfolger längst angelaufen. Die vereinslosen Andre Breitenreiter und Markus Fiedler sowie Jakob Fimpel (FC Schalke 04) nennt Bild als mögliche Kandidaten.

Noch keine Nachfolgekandidaten in Wiesbaden

Schon tags zuvor hatte der SV Wehen Wiesbaden Daniel Scherning freigestellt, der mit seiner Elf nur zwei von 15 möglichen Punkten verbuchen konnte und das Tabellenende ziert. Mit Frank Steinmetz und Giuliano Modica übernehmen zwei der bisherigen drei Co-Trainer vorübergehend das Kommando, während mit Andreas Zimmermann ein weiterer Assistent mit Scherning gehen musste.

Anders als in Rostock kursieren bislang in Wiesbaden keine Namen potentieller Nachfolger. Wahrscheinlich ist auch deshalb, dass der SVWW erst zu Beginn der dreiwöchigen Länderspielpause den neuen Coach präsentieren wird.