Karlsruher SC: Kreuzer wäre mit Nullnummer zufrieden

Sportchef sieht psychologischen Vorteil für den KSC

Optimismus vor der Relegation: KSC-Sportchef Oliver Kreuzer

Sieht KSC im Vorteil: Sportchef Oliver Kreuzer © imago/matthias koch

Beim Karlsruher SC schraubt Sportdirektor Oliver Kreuzer die Erwartungen vor dem Relegations-Hinspiel gegen den Zweitliga-Drittletzten Erzgebirge Aue (Freitag) herunter. Aus Sicht des Ex-Profis müssen die Badener für eine günstige Ausgangsposition für das Rückspiel vier Tage später nicht einmal gewinnen.

Ein 0:0 wäre ein richtig gutes Ergebnis. (KSC-Sportchef Oliver Kreuzer)

Kreuzer wäre deswegen im ersten Duell mit den Sachsen schon mit einer „Nullnummer“ zufrieden. „Ein 0:0 wäre ein richtig gutes Ergebnis“, sagte der Ex-Profi in der Bild-Zeitung (Ausgabe vom 16.05.2018): „Dann hätte Aue den Druck, zuhause gewinnen und den Abstieg vermeiden zu müssen.“

Momentum auf KSC-Seite

Das Momentum sieht Kreuzer aufgrund der Entwicklungen in den vergangenen Wochen nach der beeindruckenden Aufholjagd des KSC auf der Seite seines Teams. Im Gegensatz zur grundsätzlichen Chance für Drittligisten sei die Relegation für den Zweitligisten „ein Nachsitzen, gerade für Aue ein bitterböses“, sagte Kreuzer mit Blick auf den Sturz der Erzgebirgler in die Relegation tatsächlich aufgrund schwerer Fehlentscheidungen des Schiedsrichters im letzten Punktspiel gegen Darmstadt 98.

Mögliche Auswirkungen von Aues bundesweit diskutierter „Opferrolle“ auf die Haltung der Unparteiischen in den Relegations-Duellen haben auch Kreuzer beschäftigt. Darüber habe er kurz nachgedacht, räumte der 52-Jährige ein. Allerdings „hoffe und glaube ich es eigentlich nicht“.

Ein dritter K.o. der Karlsruher in einer Relegation nach dem Zweitliga-Play-off 2012 gegen Jahn Regensburg und dem Kampf mit dem Hamburger SV von 2015 um einen Platz in der Bundesliga würde nach Kreuzers Einschätzung beim früheren Europacup-Halbfinalisten weitgehend keine negativen Folgen für die Zukunft haben. Nach der ersten Enttäuschung würden die Vorbereitungen auf die neue Saison trotz „weiterer Einschnitte“ normal weiterlaufen, kündigte der KSC-Sportchef an.

Ligaunabhängig würde der Klub dabei auf den Stamm des diesjährigen Kaders mit 18 Spielern mit Verträgen für die zweite und dritte Liga setzen. „Es wird Veränderungen geben, aber keine neue Mannschaft“, sagte Kreuzer.

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