Preußen Münster: Geht die Serie weiter?

Antwerpen fordert mehr Zug zum Tor

Martin Kobylanski am Ball für Preußen Münster

Einer der Hauptverantwortlichen für den Lauf des SCP: Mittelfeld-Lenker Martin Kobylanski. ©Imago/Kirchner Media

Neben dem Platz sorgte zuletzt die Auflösung der beiden führenden Ultra-Gruppierungen Preußen Münsters für Aufregung, auf dem Feld läuft es derzeit allerdings durchaus gut für die Adlerträger. Seit sieben Spiele sind sie nun schon ungeschlagen und werden damit auf Platz zwei liegend zum Gejagten.

Gegner gut eingestellt

„Die Mannschaften lassen sich gegen uns zunehmend etwas einfallen, so wie 1860 zuletzt mit der Fünferkette“, so Trainer Marco Antwerpen vor der Partie gegen die SG Sonnenhof Großaspach. „Da müssen wir sehen, dass wir im letzten Drittel mehr Druck ausüben und den Ball besser laufen lassen.“

Im angesprochenen Spiel gegen 1860 München entwickelte Preußen nur wenig Zug zum Tor, gegen defensivstarke Großaspacher, die pro Spiel im Schnitt lediglich 0,79 Gegentore kassieren (zweitbester Wert nach Osnabrück) werden Rühle und Co. wohl erneut auf eine harte Probe gestellt.

Müssen im letzten Drittel mehr Druck ausüben. (Marco Antwerpen)

Allerdings ist es unwahrscheinlich, dass die SGA gegen Münster umstellt und wie die Münchner Löwen mit einer Fünferkette beginnt. Der neue Trainer Florian Schnorrenberg ist gerade dabei, seine taktischen Vorstellungen zu implementieren, Großaspach startete daher zuletzt im 4-2-3-1. Mit Erfolg: In jedem Spiel unter dem neuen Trainer hat der Dorfklub getroffen, während es in den acht Spielen zuvor lediglich zwei Treffer gab.

Wer hat den längeren Atem?

Für die Preußen bedeutet dies auch, das Augenmerk mehr auf die Defensive zu richten. Auswärts kassierte Münster bisher immer mindestens einen Gegentreffer pro Partie, insgesamt sind es zwölf Gegentreffer in sieben Partien auf fremdem Boden. Die Partie lange offen zu halten, könnte sich für den SCP auszahlen.

Denn betrachtet man nur die Tabelle der ersten Halbzeit, liegt Großaspach sogar vor Münster und lag als einziges Team noch nie zur Pause zurück. Die Preußen machen ihre Siege wie zuletzt gegen Meppen und Würzburg häufig in den zweiten 45 Minuten klar – es könnte sich also ein Geduldsspiel entwickeln in der Aspacher mechatronik Arena.

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