SC Paderborn: Baumgart-System funktioniert

SCP setzt Siegesserie fort

Steffen Baumgart, Trainer des SC Paderborn, vor dem Spiel

Steffen Baumgart eilt mit dem SCP derzeit von Erfolg zu Erfolg. ©Imago/pmk

Der SC Paderborn hat nach dem Fast-Abstieg in der vergangenen Saison seine Wunden geleckt und startete furios in die neue Spielzeit. Gestern setzte das Team von Trainer Steffen Baumgart noch einen drauf und bezwang den Zweitligisten FC St. Pauli, der seinerseits ebenfalls gut in die Saison gestartet war, verdient mit 2:1 im DFB-Pokal.

Im Spiel gegen die Hamburger war kein Klassenunterschied zu erkennen, im Gegenteil: Der SCP hätte nach guten Möglichkeiten in der zweiten Halbzeit sogar noch erhöhen können und fing sich erst in der Schlussphase einen Gegentreffer.

Vertikales Offensivspiel

Baumgart schickt seine Elf stets im 4-4-2 auf den Platz, was bei eigenem Ballbesitz zu einem 4-1-3-2 werden kann, wenn sich Spielgestalter Massih Wassey in die Offensive einschaltet. Meist mit direkten Vertikalpässen werden Sturmtank Dennis Srbeny oder Sven Michel gesucht.

Die Erfolgsformel der Ostwestfalen ist so schlicht wie erfolgreich. Gegen den Ball arbeitet Paderborn aggressiv und diszipliniert, nach Ballgewinnen geht es allerdings ohne Umschweife direkt nach vorne.

Jeder Spieler scheint seine Aufgabe auf dem Platz genau zu kennen. Auch die Neuzugänge haben das Baumgart-System bereits verinnerlicht, was sich an den starken Leistungen von Massih Wassey und Christopher Antwi-Adjej zeigt.

Zolinski mit Offensivdrang

Allerdings greifen auch vermeintlich kleine Umstellungen Baumgarts, zum Beispiel die, Ben Zolinski statt als Rechtsverteidiger im rechten Mittelfeld aufzustellen. Dort stellt der 25-Jährige seine Torgefährlichkeit mit bisher vier Saisontoren unter Beweis. 

Auch gegen RW Erfurt am kommenden Samstag wird Steffen Baumgart seine Mannschaft wieder im Erfolgssystem auf den Platz schicken, das bisher Tore garantierte. Dass die Mannschaft noch müde vom Pokalfight gegen St. Pauli sein könnte, glaubt Mittelfeld-Abräumer Robin Krauße nicht, im Gegenteil: „Solche Erfolgserlebnisse wie gegen St. Pauli versorgen uns mit zusätzlichen Körnern“, wie er gegenüber der Neuen Westfälischen sagte.

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