SC Paderborn: Krösche sieht keine Krise

Manager beklagt Defensiv-Taktik der Gegner

Ärger über Zerstörer-Taktiken: Paderborns Manager Markus Krösche

Weiter optmistisch: SCP-Manager Markus Krösche © imago / Oliver Ruhnke

Trotz der mageren Bilanz des SC Paderborn in den vergangenen Spielen sieht Manager Markus Krösche die Ostwestfalen nicht in einer Krise. Die Probleme im Kampf um die Rückkehr in die zweite Liga führt der frühere Profi vielmehr besonders auf eine destruktive Spielweise von Paderborns Gegnern zurück.

Wenn wir Aufstiegsdruck hätten, wäre die Mannschaft gelähmt. Das ist sie nicht. (Markus Krösche)

Fraglos habe der SCP zuletzt „zu wenig Punkte geholt“, räumte Krösche in einem Interview mit der Westfalen-Blatt zwar ein. Die Gründe dafür sieht der 37-Jährige aber nicht in den unverhofft hohen Erwartungen an den Tabellenzweiten: „Wenn wir Aufstiegsdruck hätten, wäre die Mannschaft gelähmt. Das ist sie aber nicht.“

Vorsprung auf Relegationsplatz geschmolzen

Paderborn hat nach Ende der Winterpause viel von seinem großen Vorsprung zum Jahreswechsel verspielt. Nach nur zwei Punkten aus den vergangenen drei Spielen rangiert der Ex-Bundesligist vor dem Derby bei Preußen Münster (Samstag) einen Zähler hinter dem 1. FC Magdeburg auf dem zweiten Rang mit lediglich noch fünf Punkten Polster auf den Relegationsrang.

Im Vergleich zur beeindruckenden Hinrunde sei dem Team von Trainer Steffen Baumgart „ein wenig die Leichtigkeit“ abhanden gekommen, meinte Krösche: „Die Jungs geben Gas, sie wollen und tun alles, aber sie wirken in vielen Situationen etwas verkrampft.“ Zudem fehle mitunter auch „das Quäntchen Glück“.

Hauptursache für die Schwierigkeiten der zurückliegenden Wochen sei jedoch die defensive Taktik der meisten Gegner, sagte Krösche: Teams wie Rot-Weiß Erfurt und zuletzt Würzburger Kickers „wollen gegen uns nicht mehr am Spiel teilnehmen und stellen den Fußball praktisch komplett ein. Wir haben durch die überragende Hinrunde die Geister gerufen und bekommen jetzt die Quittung“. Bereits Steffen Baumgart schlug zuletzt in diese Kerbe.

Einen Verlust von Durchschlagskraft im Angriff durch den Millionen-Transfer von Dennis Srbeny in der Winterpause zum englischen Zweitligisten Norwich City will Krösche nicht konstatieren. Baumgarts Spieler hätten weiter genug Chancen und insgesamt auch genug Qualität, meinte Krösche und verwies dabei auf Paderborns 5:0-Kantersieg ohne Srbeny gegen die Sportfreunde Lotte.