Sportfreunde Lotte: Der Liga-Drei Teamcheck

Wie schneidet die Elf aus dem Tecklenburger Land ab?

Sportfreunde Lotte Team

Jubeln die Lotteraner auch in der kommenden Spielzeit? ©Imago

Für das Team aus dem Tecklenburger Land steht die zweite Spielzeit in der 3. Liga an. Die erste Saison verlief bekanntlich mit einigen positiven Überraschungen, lange Zeit hielten sich die Sportfreunde dabei im oberen Mittelfeld der Tabelle.

Doch womit dürfen die Fans in der anstehenden Runde rechnen? Wir haben die Lotteraner vor dem Start unter die Lupe genommen und stellen die Mannschaft im Teamcheck vor. Am Ende geben wir anhand von festgelegten Kategorien eine Prognose ab.

Der Kader

Einige Akteure haben den Verein verlassen, mit Gerrit Nauber hat beispielsweise der letztjährige Kapitän seine Zelte in Lotte abgebrochen und sich dem MSV Duisburg angeschlossen. Mit Saliou Sané, Phillipp Steinhart und Nico Granatowski zählen zudem weitere Akteure aus dem erweiterten Stamm zu den Abgängen.

Die Lücke, die die abgewanderten Spieler hinterlassen haben, wurde mit einer Mischung aus jungen und erfahrenen Akteuren geschlossen. Jonas Acquistapace beispielsweise, zuletzt beim FSV Zwickau aktiv, kann die Erfahrung aus knapp 70 Zweitliga-Spielen für den VfL Bochum vorweisen. Doch auch Maximilian Oesterhelweg und Joshua Putze erhielten bereits einige Minuten Spielpraxis in der 2. Bundesliga. Mit Michael Hohnstedt kam zudem ein bekannter Profi zurück.

Das Grundgerüst ist zwar beisammen geblieben, jedoch weist der Kader derzeit eine Vielzahl an zentralen Mittelfeldspielern vor. Dies dürfte der Tatsache geschuldet sein, dass der ehemalige Coach Ismail Atalan ein 4-3-3-Spielsystem bevorzugte und der Kader dementsprechend geplant wurde.

Die aktuelle Form

Die Vorbereitung zeigt Höhen und Tiefen auf. Zwar gab es deutliche Siege gegen Davaria Davensberg oder den SV Rödinghausen, gleichzeitig stehen aber Niederlagen gegen Wiedenbrück und Drochtersen/Assel zu Buche. Gegen St. Pauli mussten sich die Sportfreunde ebenfalls knapp mit 0:1 geschlagen geben. Im letzten und gleichzeitig ersten Test unter dem neuen Trainer gab es eine knappe 1:2-Pleite gegen Zweitligaaufsteiger Holstein Kiel.

Stärken & Schwächen

Die Hinrunde in der vergangenen Spielzeit verlief bekanntlich gut, nach dem Jahreswechsel mussten die Sportfreunde den Anschluss an die Spitzenränge nach und nach abreißen lassen. Das Torverhältnis von 46:47 passte in der Endabrechnung zum 12. Rang.

Ausbaufähig waren hingegen die Leistungen vor dem Pausentee, in dieser Hinsicht belegten die Sportfreunde nur den 16. Platz. Nach dem Seitenwechsel agierten jedoch lediglich fünf Teams besser. Es passt ins Bild, dass Lotte lediglich in sieben Spielen im ersten Spielabschnitt in Front gegangen ist, 16-mal jedoch einem Rückstand hinterherlaufen musste.

Hier dürfte auch der neue Coach ansetzen. Gelingt es den Sportfreunden, über die volle Spieldistanz die aktive und intensive Spielweise auf den Platz zu bringen, könnte auch die zweite Spielzeit in der 3. Liga ohne Probleme verlaufen. Zudem ließen fast alle Akteure im Laufe der Saison nach, vor allem nach dem Pokalaus gegen den BVB blieben einige Zähler auf der Strecke.

Oscar Corrochano, Trainer Lotte

Neues Gesicht an der Seitenlinie: Oscar Corrochano ©Imago

Der Trainer

Knapp eine Woche vor Saisonstart wurde mit Oscar Corrochano ein neuer Trainer vorgestellt, der den zum VfL Bochum abgewanderten Ismail Atalan auf dem Trainerstuhl ersetzen wird. Der 40-Jährige wurde zunächst mit einem Einjahres-Vertrag ausgestattet.

In der vorherigen Spielzeit trainierte Corrochano Eintracht Trier, in 21 Spielen holte er im Schnitt 1,14 Zähler, den Abstieg aus Regionalliga konnte auch er nicht abwenden. Seine bisher erfolgreichste Spielzeit erlebte der gebürtige Hanauer mit der Reserve von Eintracht Frankfurt.

In der Spielzeit 2011/12 führte er die SGE auf den dritten Rang in der Regionalliga. Dabei ließ er seine Mannschaft in verschiedenen Formationen agieren, in Trier setzte er vermehrt ein 4-1-4-1 ein.

Die mögliche Startelf

4-3-3 oder 4-1-4-1 – die Systemwahl gilt es zu klären, der Kader bietet jedoch Optionen für beide Systeme. Ob die beiden zentralen Mittelfeldspieler neben oder vor dem defensiven Spieler agieren, dürfte Corrochano entscheiden.

Neuzugang Hohnstedt dürfte gute Chancen haben, regelmäßig zum Einsatz zu kommen. Dies konnte auch Matthias Rahn in der letzten Spielzeit von sich behaupten, für die anstehende Saison ist der 27-Jährige zunächst verletzungsbedingt keine Option.

Im Sturm könnten mit Bernd Rosinger, Kevin Freiberger und Jaroslaw Lindner eingespieltes Personal zum Einsatz kommen, mit Oesterhelweg und Hamadi Al Ghaddioui stehen jedoch Alternativen bereit. Die mögliche Startelf: Fernandez – Hohnstedt, Wendel, Acquistapace, Langlitz – Heyer – Oesterhelweg, Putze, Dej, Freiberger – Rosinger

Unser Fazit

Die Sportfreunde dürften auch in der neuen Spielzeit keine Probleme haben. Die Neuzugänge haben das Potenzial, die Abgänge zu ersetzen. Da das Grundkorsett weiterhin vorhanden ist, kennt sich das Team bereits gut – dies dürfte dem Trainer den kurzfristigen Einstieg in die 3. Liga erleichtern.

Prognose (anhand festgelegter Kategorien): Sorgenfreie Saison

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