Sportfreunde Lotte: Fascher-Entlassung ohne Spieler-Einfluss

Trainer-Wechsel laut Wilke alternativlos

Misserfolg als Entlassungsgrund: Lottes bisheriger Trainer Marc Fascher

Da geht´s raus: Der bisherige SFL-Coach Marc Fascher © imago/picture-point

Update (9:20 Uhr):
Wie die SFL am Mittwochvormittag bekannt gaben, kehrt Jo Laumann zurück und wird ab sofort Co-Trainer des neuen Trainers Andreas Golombek.

Artikel:
Bei den Sportfreunden Lotte läuft noch die Aufarbeitung des dritten Trainer-Wechsels der Saison. Fußball-Obmann Manfred Wilke dementierte nach der Verpflichtung von Andreas Golombek als Nachfolger von Marc Fascher Spekulationen über Druck durch die Mannschaft zur Entlassung des bisherigen Chefcoaches.

Die hatten da null mit zu tun. (SFL-Macher Manfred Wilke über Einfluss der Profis auf die Trennung von Marc Fascher)

Energisch reklamierte Wilke in der Trainer-Frage in den Westfälischen Nachrichten und der Neuen Osnabrücker Zeitung sinngemäß gleichlautend die Entscheidungshoheit für den Klub. Auf angebliche Forderungen von Spielern nach einer Trennung von Facher, sagte der 66-Jährige nach Golombeks Amtsantritt am Dienstag, „hätten wir nicht reagiert. Die hatten da null mit zu tun“.

Faschers Bilanz wenig überzeugend

Tatsächlich hat Wilke sich bisher nur selten als Zauderer erwiesen. Auch war Faschers Bilanz von nur vier Siegen, 14 Punkten und Platz 15 nach 13 Begegnungen unter seiner Regie dürftig genug, um als Verein Handlungsbedarf zu erkennen.

„Wenn wir nicht gewinnen, steigen wir ab, und das wollen wir nicht“, sagte Wilke denn auch. Den SFL sei keine andere Wahl geblieben, auch wenn das Image des Vereins aufgrund der hohen Fluktuation auf der Trainer-Position Schaden nehmen könnte: „Wir mussten handeln und halten das für die beste Lösung.“

Gleichwohl drängten sich bereits schon vor dem 0:2 zuletzt gegen die SG Sonnenhof Großaspach Zweifel an Faschers Ansehen in der Mannschaft auf: Durch die öffentlichen Lügen-Vorwürfe von Stürmer Bernd Rosinger gegen Fascher mussten die Spieler mutmaßlich auch gar nicht mehr mit Wilke und der Vereinsspitze sprechen.

Nun aber haben sich Rosinger und Co. vor dem Keller-Duell bei Rot-Weiß Erfurt (Sonntag) auf Golombek als schon ihren vierten Trainer binnen 101 Tagen einzurichten. Der bis zum vergangenen Frühjahr bei Regionalligist SC Verl tätige Ex-Profi begreift seine Aufgabe auch als persönliche Chance: „Ich habe den Fußballlehrer gemacht, um in den ersten drei Ligen zu trainieren. Ich will mich beweisen.“

Für die vakante Stelle als Golombeks Co-Trainer soll noch vor der Reise nach Erfurt eine vereinsnahe Lösung gefunden werden. Die NOZ nannte bereits Routinier Tim Gorschlüter aufgrund seiner wiederholten Verletzungsprobleme als Kandidaten.

Noch kein Konto bei 3.Liga-Sponsor bwin? Jetzt anmelden & bis zu 100€ Willkommensbonus kassieren!