Sportfreunde Lotte: Golombek warnt vor verfrühter Euphorie

Vorsprung auf Abstiegszone für SFL-Coach trügerisch

Mahnt zur Konzentration im Abstiegskampf: Lottes Trainer Andreas Golombek

Tritt die Euphoriebremse: SFL-Coach Andreas Golombek © imago/foto2press

Trotz des wichtigen Erfolgs der Sportfreunde Lotte im „Abstiegsendspiel“ gegen den Chemnitzer FC (3:1) ist für Trainer Andreas Golombek der Klassenerhalt noch nicht endgültig gesichert. Der Coach mahnte nach dem gelungenen Befreiungsschlag gegen den sächsischen Rivalen eindringlich zur unverminderten Fokussierung auf die kommenden Begegnungen.

Man ist mit 33 Punkten noch lange nicht durch. (SFL-Trainer Andreas Golombek)

Die Begegnung mit dem CFC wäre nur „für diesen Moment ein Endspiel“ gewesen, relativierte Golombek in der Neuen Osnabrücker Zeitung den Sieg der Ostwestfalen nach zuvor sieben Spielen in Serie ohne Erfolgserlebnis: „Aber man ist mit 33 Punkten noch lange nicht durch. Wir müssen noch ein paar Punkte holen.“

SFL-Vorsprung nur eine Momentaufnahme

Lottes neuer Vorsprung von sieben Punkten auf die Abstiegszone ist sieben Spieltage vor Saisonschluss in der Tat trügerisch. Chemnitz hat im anstehenden Nachholspiel gegen Aufstiegskandidat SV Wehen Wiesbaden (Dienstag) die Gelegenheit, erneut wieder bis auf vier Zähler an das Überraschungsteam der vergangenen Saison heranzurücken.

Für Golombek war gegen Chemnitz auch nicht alles Gold, was nach Schlusspfiff glänzte. Der Ex-Profi bemängelte ausdrücklich die Chancenverwertung, so dass der wegweisende „Dreier“ zwischenzeitlich noch einmal in Gefahr geraten konnte. Vor dem Anschlusstreffer des CFC zum 1:2 „müssen wir das 3:0 machen, dann kommt Chemnitz nicht wieder“, kritisierte Golombek.

Natürlich aber konnte der SFL-Coach seine Zufriedenheit über die Vergrößerung des Polsters auf Chemnitz nicht verhehlen und verband sein Lob mit einer Spitze gegen die Kritiker der vergangenen Wochen: „Vorher war ja auch nicht alles schlecht.“

Seine Spieler genossen den Augenblick in vollen Zügen. „Für solche Momente lebt man einfach“, sagte Moritz Heyer im Fachmagazin Kicker (Heft 26 vom 26.03.2018) nach dem Abpfiff sehr emotional. Der Torschütze zum 1:0 stellte außerdem fest, dass „wir endlich den Willen gezeigt haben, den wir in den letzten Spielen vielleicht ein wenig vermissen lassen haben“.

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