Tobias Strobl vor dem Absprung aus Verl – Janne Sietan von Mannheim nach Essen?
Die Liga ist für die neue Saison komplett - mit einem Fragezeichen
Vor einem Wechsel nach Essen: Janne Sietan. © IMAGO / foto2press
Mit den beiden Siegen in der Relegation gegen den erneut gescheiterten 1. FC Lokomotive Leipzig haben sich die Würzburger Kickers den letzten freien Platz in der 3. Liga 2026/27 gesichert – immer vorausgesetzt, der einmal mehr in wirtschaftlichen Schwierigkeiten steckende TSV 1860 München erhält die Lizenz. Falls nicht, würde wohl der TSV Havelse profitieren und in der Liga bleiben.
Neu dabei ist künftig Preußen Münster. Nach zwei Jahren in der 2. Bundesliga sind die Adlerträger dabei, einen schlagkräftigen Kader zusammenzustellen, müssen allerdings einen Rückschlag verkraften. Denn Yassine Bouchama, den die Verantwortlichen gerne gehalten hätten, hat laut Bild seinen Abschied erklärt.
Bei Mitabsteiger Fortuna Düsseldorf sind die Fragezeichen noch weitaus zahlreicher. Der neue Sportvorstand Samir Arabi konzentriert sich aktuell noch darauf, bisherige Leistungsträger von einem Verbleib zu überzeugen. Beim vor allem mit Werder Bremen in Verbindung gebrachten Schlussmann Florian Kastenmeier soll nun in dieser Woche eine Entscheidung fallen.
Müsel und Safi in die 2. Liga?
Entschieden hat sich derweil Torben Müsel dafür, Rot-Weiss Essen zu verlassen und wohl in die 2. Bundesliga zu wechseln. Ramien Safi, wie Müsel nur bis Ende Juni gebunden, könnte den gleichen Weg gehen. Auch der Niederländer steht bei mehreren Klub aus dem Unterhaus auf dem Zettel. Dafür verstärkt sich RWE im Gegenzug aller Voraussicht nach mit Janne Sietan, der Waldhof Mannheim ablösefrei verlassen kann.
Ein weiterer schwerwiegender Verlust droht dem SC Verl, der mit Timur Gayret, Martin Ens und Marco Wörner (alle SC Paderborn) sowie Berkan Taz (VfL Bochum), Fynn Otto (1. FC Nürnberg) und Oualid Mhamdi (1. FC Heidenheim) bereits einige Leistungsträger bzw. Akteure aus dem Kreis der Stammspieler verloren hat. Denn nach nur einem Jahr wird sich wohl auch Tobias Strobl schon wieder von der Poststraße verabschieden. Der 38 Jahre alte Fußball-Lehrer soll sich mit dem VfL Wolfsburg bereits über eine Zusammenarbeit einig sein. Beide Vereine müssen sich in Sachen Ablöse noch einigen, was aber eher als Formsache gilt.