VfL Osnabrück: Die Chance für Tüting?

Groß und Syhre fallen vorerst aus

Simon Tüting treibt den Ball durchs Mittelfeld.

Könnte nach über einem Jahr Pause wieder in der 3. Liga auflaufen: Osnabrücks Simon Tüting. ©Imago

Manchmal folgt auf eine Hiobsbotschaft gleich die nächste. So geschehen in dieser Woche beim VfL Osnabrück: Erst verletzte sich Anthony Syhre beim 3:0-Sieg gegen die Sportfreunde Lotte. Er wird aufgrund eines Sehneneinrisses in diesem Jahr kein Spiel mehr bestreiten können.

Am Mittwoch dann verletzte sich auch Christian Groß bei einem Zweikampf im Training am Knie. Wie lange der stellvertretende Kapitän ausfällt, ist noch nicht klar. Für das Spiel bei Fortuna Köln (Anstoß: Samstag, 14 Uhr, live im WDR) ist er aber definitiv kein Thema. Trainer Joe Enochs muss also sein defensives Mittelfeld praktisch ganz neu besetzen, denn Syhre und Groß waren hier – von Umstellungen wegen Sperren abgesehen – seit dem 11. Spieltag die erste Wahl.

Tüting seit über einem Jahr verletzt

Gegen Lotte hatte Syhre Tobias Willers in der Innenverteidigung vertreten, dieser kehrt nach einer Sperre am Samstag zurück. Im defensiven Mittelfeld ist Bastian Schulz gesetzt, als Partner kommt Simon Tüting in Frage. Der 30-Jährige hat allerdings seit Ende August 2015 wegen eines Verrenkungsbruchs im Sprunggelenk kein Drittliga-Spiel mehr bestritten. Inzwischen ist Tüting wieder fit, er absolvierte bisher fünf Spiele für die 2. Mannschaft der „Lila-Weißen“ in der Oberliga Niedersachsen.

Die Alternative wäre eine Systemumstellung. In dem Fall könnte Schulz als alleiniger Sechser auflaufen, Ahmet Arslan würde dann wohl als etwas offensiverer zentraler Mittelfeldspieler agieren. Möglicherweise ist das Enochs aber zu offensiv. Schließlich lautet das Credo des Trainers: „Über einen Punkt zu drei Punkten“. Heißt übersetzt: Erst einmal sicher stehen und dann versuchen, das entscheidende Tor zu machen.