VfL Osnabrück: Thioune-Verlängerung auf der Agenda

VfL-Chef Hülsmann drängt auf Einigung mit dem Coach

Daniel Thioune, Trainer beim VfL Osnabrück

Neuer Vertrag in Sicht? VfL-Coach Daniel Thioune ©Imago/osnapixx

Trotz des höchst durchwachsenen Starts ins neue Jahr zeichnet sich beim VfL Osnabrück eine Verlängerung des auslaufenden Vertrags mit Trainer Daniel Thioune ab. Der neuer Präsident Manfred Hülsmann drängt jedenfalls auf eine längerfristige Zusammenarbeit mit dem Coach.

Er sei mit Thiounes bisheriger Arbeit „ausgesprochen einverstanden“, erklärte der VfL-Boss in einem Interview mit der Neuen Osnabrücker Zeitung ungeachtet der mageren Ausbeute von nur einem Punkt aus den ersten beiden Spielen nach der Winterpause.

Ich hoffe, dass Jürgen Wehlend und Benjamin Schmedes dieses Thema kurzfristig lösen können. (VfL-Chef Manfred Hülsmann)

Indirekt gab der 64-Jährige der Leitungsebene mit Geschäftsführer Jürgen Wehlend und Sportdirektor Benjamin Schmedes sogar den Auftrag zu einer zeitnahen Einigung mit Thioune: „Ich hoffe, dass Jürgen Wehlend und Benjamin Schmedes dieses Thema kurzfristig lösen können.“

In kurzer Zeit viel Anerkennung

Thioune hat sich in seiner erst rund viermonatigen Tätigkeit an der Bremer Brücke offenkundig viel Anerkennung verschafft. Nachdem der 43-Jährige die Lila-Weißen Anfang Oktober als Nachfolger des entlassenen Joe Enochs im Tabellenkeller übernommen hatte, arbeiteten sich die Niedersachsen noch vor der Winterpause auf die Nichtabstiegsplätze vor.

Durch den 5:0-Sieg von Preußen Münster im Nachholspiel gegen Schlusslicht Rot-Weiß Erfurt fiel Osnabrück zwar wieder hinter die Westfalen auf den letzten noch sicheren Tabellenrang zurück. Allerdings beträgt das VfL-Polster auf die Gefahrenzone momentan weiter fünf Punkte.

In Osnabrück scheint denn auch die Chemie zwischen der Leitungsebene und Thioune, der vor seiner Beförderung zum Interims- und später Chefcoach die Nachwuchsabteilung des Ex-Zweitligisten leitete, zu stimmen. Einerseits hatte der Coach selbst erst Mitte Januar seine Ambitionen auf eine längerfristige Beschäftigung über das Ende seines derzeitgen Vertrages betont. Andererseits ließ auch der erst Anfang Dezember in sein Amt gekommene Schmedes kürzlich in einem Interview deutliche Sympathie für Thioune erkennen.

Schmedes sprach dabei von „deckungsgleichen Ansichten“. Außerdem sah der frühere Scout von Bundesligist Hamburger SV „keinen Grund, der gegen eine Zusammenarbeit über den 30. Juni 2018 hinaus spricht“.