VfL Osnabrück: Zwischenbilanz der Neuzugänge 2018

Vier Volltreffer

Nils Körber bejubelt einen parierten Elfmeter gegen Würzburg.

Hat allen Grund zum jubeln: Nils Körber spielte eine starke Hinrunde für den VfL Osnabrück. ©Imago/foto2press

14 Neuzugänge schlugen im Sommer beim VfL Osnabrück auf. Nach dem Umbruch spielten die Lila-Weißen eine bärenstarke erste Saisonhälfte, in der sie nur eine Niederlage hinnehmen mussten und mit 15 Gegentoren die beste Abwehr der Liga stellen. Kein Wunder also, dass vor allem die defensive Achse unter den Neuzugängen einen starken Eindruck hinterließ.

Volltreffer:

Nils Körber
Der Berliner ist von Hertha BSC bis Saisonende ausgeliehen. Unheimlich ruhig und abgezockt, für einen 22-Jährigen schon sehr weit in seiner Entwicklung. Souveräner Rückhalt, spielte bereits neun Mal zu null. Egal, wie die Osnabrücker Saison ausgeht: Es wird mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit seine letzte Saison in der 3. Liga werden.

Maurice Trapp
Der Innenverteidiger blieb der Liga nach dem Abstieg mit Chemnitz erhalten. Verteidigte umsichtig und unaufgeregt, sah erst eine gelbe Karte. Tolle Zweikampfführung, dazu mit zwei Treffern auch im gegnerischen Strafraum eine Verstärkung. Absolvierte alle seine 18 Einsätze in der Startelf.

Ulrich Taffertshofer
Der Neuzugang aus Unterhaching ist ein wichtiger Baustein der Defensive. Klassischer Arbeiter im defensiven Mittelfeld, starke Zweikampfführung. Hätte wohl jede Minute gespielt, wenn ihn nicht ein Muskelfaserriss drei Spiele gekostet hätte.

David Blacha
Nach dreieinhalb Jahren Wehen Wiesbaden schloss sich der 28-Jährige dem VfL an. Verpasste bislang lediglich 18 Minuten, an der Seite von Taffertshofer gewohnt zweikampfstark auf der Doppelsechs und mit vielen guten Ideen in der Spieleröffnung.

Guter Griff:

Anas Ouahim
Kam aus der zweiten Mannschaft des 1. FC Köln. Schaffte sofort den Sprung aus der Regionalliga in die Startelf. Sprüht vor Spielwitz, ist aber manchmal zu verspielt. Fiel zum Ende der Hinserie in ein kleines Leistungsloch und verletzte sich.

Manuel Farrona Pulido
Der Neuzugang von Fortuna Köln spielt mit fünf Treffern seine torgefährlichste Drittliga-Saison. Auf beiden Flügeln und im Zentrum einsetzbar, ist er mit seiner Stärke im Eins-gegen-Eins auf der Außenbahn effektiver. Nicht immer konstant in seinen Leistungen.

Etiennce Amenyido im Spiel gegen den KFC Uerdingen.

Konnte sich noch nicht im VfL-Angriff festspielen: Etienne Amenyido. ©Imago/foto2press

Ausbaufähig:

Alexander Riemann
Wurde kurz bevor das Transferfenster schloss aus Linz zurück nach Deutschland geholt. Musste erst Trainingsrückstand aufholen, wurde dann drei Mal eingewechselt. Verletzte sich gegen den FCK und machte Anfang Oktober sein letztes Spiel.

Felix Schiller
Der 29-Jährige blieb nach Magdeburgs Aufstieg in der 3. Liga. War als Abwehrchef eingeplant, konnte dieser Rolle aber nicht gerecht werden. Lief nur vier Mal in der Startelf auf und wurde vier weitere Male eingewechselt. Knieprobleme und eine Schulterverletzung warfen ihn immer wieder zurück, dazu kam eine Rotsperre für zwei Spiele.

Etienne Amenyido
Der 20-Jährige war bis zum Sommer für die zweite Mannschaft des BVB aktiv. Kommt in der Sturmspitze nicht an Marcos Álvarez vorbei. Stand zwei Mal als Linksaußen in der Startelf, wurde fünf weitere Male eingewechselt.

Philipp Kühn
Kam von Drochtersen aus der Regionalliga. Machte während der Verletzung von Körber anderthalb Spiele, darunter bei der einzigen Saisonniederlage des VfL gegen Karlsruhe. Wenn Körber weiter so spielt, ist der 26-Jährige ohne realistische Chance auf weitere Einsätze in der Liga, darf dafür im Landespokal ran.

Luca Pfeiffer
Paderborn verpflichtete den Angreifer von Oberligist Stuttgarter Kickers und verlieh ihn für ein Jahr nach Osnabrück. Machte nach einem Kreuzbandriss im September 2017 elf Monate kein Spiel. Machte drei seiner zwölf Partien beim VfL in der Startelf. Noch ohne Torbeteiligung, deutete sein Potential aber an.

Felix Agu
Spielte vergangene Saison noch für die Osnabrücker U19. Acht Mal in der 3. Liga im Einsatz, sechs Mal in der Startelf. Machte seine Sache als Linksverteidiger in der Offensive gut, bereitete zwei Treffer vor und erzielte den Siegtreffer gegen Würzburg kurz vor Weihnachten. Defensiv noch mit Luft nach oben.

Nicht zu bewerten:

Tim Müller
Der gebürtige Osnabrücker wurde im Sommer aus der U19 hochgezogen. Durfte als Innenverteidiger ein Mal über 90 Minuten ran und spielte beim 0:0 gegen Jena ordentlich.

Simon Haubrock
Der 18-Jährige kam ebenfalls aus der U19. Stand noch nicht im Spieltagskader, verletzte sich Mitte September am Knöchel und fällt seitdem aus.

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