VfR Aalen: „Herber Nackenschlag“ für Morys und Co.

Defensiv-Schnitzer kosten Punkte

Aalens Matthias Morys enttäuscht

War nach dem Schlusspfiff bedient: Aalens Angreifer Matthias Morys. ©Imago/Kirchner-Media

Eine Achterbahn der Gefühle erlebte der VfR Aalen in dieser Woche. Am Mittwoch feierten die Kicker von der Ostalb einen überzeugenden 4:1-Sieg gegen die SpVgg Unterhaching, nur um dann drei Tage später mit 0:4 in Münster vom Platz zu gehen.

Ein „herber Nackenschlag“ sei das Ergebnis, sagte Matthias Morys nach der Partie angefressen am Mikrofon von MagentaSport. Vor allem zwei Dinge kritisierte der Angreifer: Das nichtgegebene Tor Aalens zum 1:1, weil das Schiedsrichtergespann eine vermeintliche Abseitsstellung gesehen hatte und die eigenen Unzulänglichkeiten bei Standards, die Münster zu Treffern ausnutzte. „Das ist unglaublich“, so Morys und weiter: „Ich verstehe es nicht, wie man einen Mann nicht decken kann, wenn man zugeteilt ist.“

Diskrepanz zwischen Offensive und Defensive

Auch Trainer Rico Schmitt monierte, seine Mannschaft verteidige „zu sorglos im Defensivverhalten“, hob aber auch die positiven Aspekte hervor: „Wir hatten unsere Möglichkeiten.“ Seine Mannschaft sei immer in der Lage, Chancen zu kreieren, so der 50-Jährige weiter.

Mit der offensiven Darbieten war Schmitt also im Gegensatz zu den Defensivabläufen zufrieden, auch an der Einstellung gab es für den Trainer nichts zu kritisieren. „Wir haben nie aufgegeben, meiner Mannschaft kann ich trotzdem ein großes Kompliment machen.“

Nichtsdestotrotz, durch die Niederlage und den gleichzeitigen Punktgewinn Großaspachs beträgt der Abstand auf die Nichtabstiegsplätze acht Punkte. Die nächsten Gegner sind mit Halle und Karlsruhe zwei Aufstiegsaspiranten, die in der Lage sind, Aalener Fehler im Defensiverbund, wie gegen Münster gezeigt, eiskalt auszunutzen – es gilt für den VfR also nun, diese bis zum kommenden Sonntag abzustellen.

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