VfR Aalen: Marcel Bär heiß auf Ex-Klub

"Beide Vereine haben Druck auf dem Kessel."

Marcel Bär vom VfR Aalen

Marcel Bär will gegen seine Ex-Verein Punkte gegen den Abstieg sammeln. ©Imago/Eibner

Mehr Kellerduell als beim Spiel zwischen Braunschweig und Aalen ist derzeit in der Liga kaum möglich. Am Samstag empfängt der Tabellenletzte den -drittletzten. Für VfR-Angreifer Marcel Bär ist das Auswärtsspiel eine Reise in die Vergangenheit, zwischen 2012 und 2015 lief er für die zweite Mannschaft der Löwen auf.

Aus dieser Zeit wird er zwei bekannte Gesichter treffen: Marcel Engelhardt und Niko Kijewski. Kontakt hat er aber nur noch zum aktuellen Ersatztorhüter der Löwen. „Ich bin öfter mal in Braunschweig und dann treffen wir uns in der Stadt“, verriet uns Bär im Gespräch.

Im Angriff hakt es

Im Vorfeld des direkten Aufeinandertreffens hielten beide die Füße still: „Frotzeleien gab es im Vorfeld aber keine, in der jetzigen Situation unserer Vereine ist das auch nicht angebracht.“ Die sportliche Situation sieht bei beiden nicht rosig aus: Aalen hat vier Punkte Rückstand auf das rettende Ufer, bei Braunschweig sind es gar neun.

Beide Vereine haben Druck auf dem Kessel. (über die Brisanz im Braunschweig-Spiel)

„Beide Vereine haben Druck auf dem Kessel. Für die Eintracht ist er vielleicht ein bisschen größer, da sie erst einen Heimsieg geholt haben“, glaubt er. Doch Aalen seinerseits verbreitet nur wenig Schrecken in fremden Stadien, erst ein Sieg konnte in acht Anläufen eingefahren werden.

„Ich denke aber, dass wir das in den letzten Spielen besser gemacht haben und hinten stabiler standen“, sieht der vom Rechtsaußen zum Mittelstürmer umfunktionierte Bär die Mannschaft trotz sechs Gegentreffern in den letzten vier Partien auf einem guten Weg. Zumal eher die Offensive Sorgen bereitet, mit 17 Toren ist sie die schwächste hinter Großaspach.

Darum verwundert es auch nicht, wenn Bär fordert: „Vorne müssen wir jetzt einfach mal die Dinger machen, dann bin ich mir sicher, dass wir die Punkte holen.“ Er selbst konnte sich immerhin drei Mal in die Torschützenliste eintragen, wartet nun allerdings schon seit sieben Spielen auf einen Treffer. Nur einmal mehr war Aalens Dauerbrenner Matthias Morys erfolgreich, dessen Wert für den VfR kaum zu beziffern ist.

Er ist eine Persönlichkeit auf dem Platz. (über Matthias Morys)

Das weiß auch sein Sturmpartner: „Matze ist ein Qualitätsspieler und bringt mit seiner Schnelligkeit und seiner Torgefährlichkeit jede Menge Gefahr ins Spiel. Als Persönlichkeit auf dem Platz, mit seinem Engagement und wie er Fußball spielt, ist er vor allem in der aktuellen Situation sehr wichtig für Aalen.“

Wer besteht im Hexenkessel?

Gegen die schwächste Abwehr der Liga könnte es für beide wieder klappen mit einem Tor, doch leicht wird es gegen die Eintracht nicht, weiß der 26-Jährige: „Sie werden alles versuchen, um gegen uns die ersten drei Punkte einzufahren. Wir werden aber alles mobilisieren, um das selbst zu schaffen.“ Zudem rechnet er damit, dass der Braunschweiger Anhang das Stadion zu einem Hexenkessel machen wird.

Die Stimmung ist wirklich gut. (über die Atmosphäre in der Kabine)

Die Stimmung bei den Fans kann aber schnell umschlagen, wie zuletzt bei der Niederlage gegen Uerdingen gesehen. In Aalen ist das weniger ein Problem, sogar innerhalb der Mannschaft herrscht noch gute Laune. Vor allem die jungen Neuzugänge seien dafür verantwortlich: „Die Stimmung ist wirklich gut, da kann man nicht meckern. So wie wir Fußball spielen, das passt. Nur die Punkte fehlen noch.“ Gegen Braunschweig soll auch dieser Stimmungskiller noch behoben werden.

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