VfR Aalen: Vollmann-Aus zum Saisonende

Verein will "neue Impulse" setzen

Bekommt keinen neuen Vertrag: Aalen Trainer Peter Vollmann

Muss am Saisonende offenbar gehen: VfR-Coach Peter Vollmann © imago/Eibner

Update (10:29 Uhr):
Der VfR Aalen hat das Vollmann-Aus nach der Spielzeit 2017/18 am Mittwochvormittag in einer Pressemitteilung offiziell bestätigt. Das Präsidium und der Aufsichtsrat seien „zur Überzeugung gelangt, dass nun der richtige Zeitpunkt ist, neue Impulse zu setzen und mit einem neuen Trainer in die Spielzeit 2018/2019 zu gehen“, so Präsidiumssprecher Roland Vogt.

Unser Artikel von 07:04 Uhr:
Die „Ära Peter Vollmann“ geht beim VfR Aalen offenbar am Saisonschluss zu Ende.
Die Schwäbische Post meldete in der Nacht zum Mittwoch, dass der auslaufende Vertrag des 60-Jährigen nicht verlängert werden soll.

Nach Angaben der Zeitung hat der Klub Vollmann am Dienstag die Entscheidung mitgeteilt. Eine offizielle Erklärung der VfR-Führung lag am Mittwochmorgen zunächst noch nicht vor.

Vollmann hatte den Trainer-Posten in Aalen zu Beginn der Saison 2015/16 als Nachfolger von Stefan Ruthenbeck übernommen. Unter der Regie des erfahrenen Coaches verhinderte der Ostalb-Klub in der vergangenen Spielzeit den Abstieg trotz eines Neun-Punkte-Anzuges wegen Anmeldung einer Insolvenz.

Beruhigender Vorsprung auf Abstiegszone

In der laufenden Spielzeit ging Vollmanns Team als Tabellenneunter mit einem beruhigenden Vorsprung auf die Abstiegszone in die ausklingende Winterpause. Zu Beginn des zweiten Saisonabschnitts am Samstag (20. Januar) beim Halleschen FC will Aalen an seine Serie aus dem vergangenen Jahr von vier Spielen ohne Niederlage mit acht Punkten ausbauen.

Ein Nachfolger für Vollmann steht noch nicht fest. Dem Vernehmen nach will Aalen ab der neuen Spielzeit auf einen jüngeren Trainer setzen. Weitere Gründe sind vorerst noch nicht öffentlich geworden. Aus dem Umfeld des Klubs war jedoch zu vernehmen, dass Vollmanns Stand in Aalens Führungszirkel schon durch den Abgang von Geschäftsführer Markus Thiele im vergangenen Monat zum Ligarivalen Hansa Rostock entscheidend geschwächt worden wäre.

Aalens Trennung von Vollmann wird das Trainer-Karussell in der Liga weiter in Schwung halten. Im bisherigen Saisonverlauf fanden schon zehn Trainer-Wechsel statt.

Als bislang letzter Drittliga-Coach hatte zu Jahresbeginn Horst Steffen beim Abstiegkandidaten Chemnitzer FC seinen Posten räumen müssen. Bei den Sportfreunden Lotte sitzt mittlerweile schon der vierte Trainer seit Saisonbeginn auf der Bank.

Vollmann ist in der zehnjährigen Geschichte der 3. Liga der Rekordtrainer der Klasse. Der Rheinländer saß bislang bei 219 Spielen auf der Bank und verdrängte damit den Heidenheimer Frank Schmidt von der Spitze dieses Drittliga-Rankings. Erfüllt Vollmann seinen Vertrag in Aalen, wird der Routinier seine Bestmarke auf 237 Begegnungen hochschrauben.