VfR Aalen: Schwere Wochen auf der Ostalb

Die nächsten Gegner haben es in sich

Beim Ausgleich der Roten Teufel machte Aalens Kapitän Daniel Bernhardt keine gute Figur.

Griff gegen Kaiserslautern daneben: Daniel Bernhardt. ©Imago/pmk

Dem VfR Aalen stehen schwere Wochen bevor. Durch die 1:2-Niederlage gegen Kaiserslautern bleiben die Baden-Württemberger im Tabellenkeller stecken, der Rückstand auf das rettende Ufer ist mit zwei Zählern aber noch überschaubar.

„Wir kommen durch einen individuellen Fehler zum Gegentor, wo dann ein Knackpunkt drin war. Klar, wenn Du so ein Gegentor bekommst. Das ist ein bisschen bitter für uns, denn wir haben eine gute Leistung gebracht“, war Trainer Argirios Giannikis am Mikrofon von Telekom Sport enttäuscht.

Die nächsten Aufgaben haben es in sich

Verständlich, denn bei eigener Führung brachte Torhüter Daniel Bernhardt den Gegner wieder ins Spiel. Ausgerechnet das Urgestein, seit 2009 im Verein, patzte und ließ einen harmlosen Schuss von Christian Kühlwetter unter sich hindurchrutschen.

„Wenn ein Torwart einen Fehler macht, ist der Ball drin“, wird der Unglückrabe in der Schwäbischen Post zitiert. Einen Vorwurf wollte dem Kapitän aber niemand machen, schließlich war er in den vergangenen Jahren eine verlässliche Größe und sicherer Rückhalt.

Doch mit Blick auf die kommenden Aufgaben muss man sich in Aalen schon Sorgen machen. Nach dem Auswärtsspiel in Lotte, die Sportfreunde sind seit drei Partien ungeschlagen, warten mit Osnabrück und Uerdingen zwei Teams, die aktuell einen der ersten drei Tabellenplätze belegen. Anschließend steht mit Braunschweig ein vielleicht schon richtungsweisendes Spiel auf dem Plan.

Viel Aufwand, wenig Ertrag

Zumal der Weg aus dem Tabellenkeller nur mit Konstanz gelingt. Die geht Aalen bisher aber noch ab. Drei Siege konnte die Mannschaft bisher einfahren, darauf aufbauen aber noch nicht. Den Siegen über Würzburg und Münster folgten jeweils zwei Niederlagen, aus den beiden Partien nach dem Erfolg über Zwickau holte der VfR nur einen Punkt.

Vor allem in der zweiten Hälfte reißt die Mannschaft häufig ein, was sie sich in der ersten aufgebaut hat. Erst sieben Gegentore musste Aalen vor der Pause hinnehmen, nach dem Seitenwechsel sind es schon 13. Bekommt Giannikis diese Probleme nicht schnell in den Griff, wird sich der Abstand auf das rettende Ufer schon bald vergrößern und die Luft für den Trainer dünner.

Denn am Ende wird er am Erreichen sportlicher Ziele gemessen. Für die Liga wurde der Klassenerhalt als solches ausgegeben. Sollte das schon frühzeitig in Gefahr geraten, könnten die Verantwortlichen versucht sein, der Mannschaft durch einen Wechsel auf der Trainerbank einen neuen Impuls zu geben. Verhindern kann Giannikis das nur mit Punkten aus den nächsten Spielen.

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