VfR Aalen: Was wurde aus den Abgängen 2017?

Das machen Kienle, Kartalis & Co. jetzt

Steffen Kienle jubelt im Trikot des VfR Aalen, jetzt kickt er für den SSV Ulm

Der Ex-Aalener Steffen Kienle geht jetzt für den SSV Ulm auf Torejagd. ©Imago/Eibner

Nach den größeren Umbrüchen in den vergangenen Spielzeiten, hielten sich die Transferaktivitäten der Aalener in diesem Sommer in Grenzen. Dennoch verließen insgesamt elf Kicker die Ostalb. Während vier Leihverträge endeten, verschlug es auch so manchen Spieler eine Liga tiefer, wie zum Beispiel Steffen Kienle.

Er schnürt nun für den SSV Ulm seine Fußballstiefel. Von der großen Tradition der Spatzen merke er dabei „schon einiges“, wie er im Gespräch mit Liga-Drei.de verriet. Bereits zu dieser frühen Phase der Saison steckt der Aufsteiger im Abstiegskampf. Laut Kienle hilft in dieser Situation kein Schönwetter-Fußball, denn „meistens werden die Spiele dann über den Kampf entschieden“.

Drei, vier Einzelspieler, die den Unterschied machen können (Steffen Kienle über eine Stärke des VfR)

Die Ulmer Mannschaft ist laut dem 22-Jährigen bereit, die Verantwortung in der schwierigen Phase zu übernehmen. „In den letzten zwei Wochen ging ein Ruck durch die Mannschaft“, so Kienle und ergänzt: „Jetzt müssen wir weiterkämpfen.“

Auch die Situation bei seinem Ex-Klub verfolgt der Angreifer weiterhin interessiert. Als Erfolgsfaktoren für den stabilen Saisonverlauf (an neun von zehn Spieltagen stand Aalen in der oberen Tabellenhälfte) hat Kienle drei Gründe parat. Einerseits sei „der Teamgeist beim VfR Aalen sehr gut“, andererseits könne man dort „in Ruhe arbeiten“. Außerdem haben die Kicker von der Ostalb „die  drei, vier Einzelspieler, die eben den Unterschied machen können, wie Matze Morys, Welzmüller oder Wegkamp.“

Das machen die anderen Abgänge

Torge Paetow:
Der 22-Jährige kam vor einem Jahr von Weiche Flensburg, im Sommer ging es für ihn wieder zurück. Mit dem SC Weiche 08 belegt er einen starken zweiten Tabellenplatz in der Regionalliga Nord. Paetow stand dabei in allen neun Partien als Innenverteidiger auf dem Feld, auch beim 4:0-Sieg in Lübeck.

Yannick Deichmann:
Dabei traf Paetow auf seinen ehemaligen Teamkameraden Yannick Deichmann. Der Mittelfeldspieler läuft jetzt für den VfB Lübeck auf und war bisher ebenfalls ein unverzichtbarer Teil seiner Mannschaft. Allerdings muss er sich mit dem VfB ran halten, der Rückstand des Aufstiegsaspiranten auf die Tabellenspitze beträgt bereits fünf Punkte.

Miko Ojala:
Auch den Finnen zog es zurück zu seinem alten Verein, er kickt nun wieder für den FC Inter. In der Veikkausliiga, die schon seit 28 Spielen läuft, belegt er mit seinem neuen Klub einen Platz im Tabellenmittelfeld. Seine Bilanz kann sich dabei durchaus sehen lassen: Ein Tor und drei Vorlagen gelangen dem Mittelfeldspieler in acht Partien.

Daniel Schelhorn:
Der gebürtige Ellwanger spielt jetzt für die Stuttgarter Kickers, muss sich dort jedoch erstmal durchsetzen. Bisher blieb er noch ohne Einsatz, zuletzt stand er immerhin dreimal in Folge im Kader.

Firat Sucsuz:
Bereits in der vergangenen Saison war der Türke an den FC Carl Zeiss Jena ausgeliehen, im Sommer schloss er sich endgültig dem FCC an. Dort wird er auf beiden Flügeln eingesetzt, konnte sich jedoch noch nicht als unumstrittener Stammspieler etablieren (fünf Startelf-Einsätze in zehn Spielen).

Nico Rodewald:
Das Aalener Eigengewächs geht nun im Breisgau auf Torejagd. Bei der zweiten Mannschaft des SC Freiburg wurde er bisher vier Mal eingewechselt und erzielte dabei ein Joker-Tor.

Fabian Menig:
Am neunten Spieltag konnten die VfR-Fans Ihren Ex-Spieler aus nächster Nähe betrachten, denn da hieß der Gegner Münster. Bei den Preußen ist Menig von der linken Abwehrseite nicht mehr wegzudenken, stand bisher in allen zehn Partien in der Startelf.

Alexandros Kartalis:
Die Leihe des Deutsch-Griechen endete im Sommer, daher kehrte Kartalis zu Greuther Fürth zurück. Dort führt er die zweite Mannschaft als Kapitän aufs Feld, zieht im offensiven Mittelfeld die Fäden und ist damit eine wichtige Stütze im Team von Trainer Timo Rost.

Martin Toshev:
Erst kehrte Toshev zurück nach Aue, wo er allerdings nicht mehr benötigt und sein Vertrag daher aufgelöst wurde. Jetzt kickt der Angreifer für Septemvri Sofia in der ersten bulgarischen Liga und belegt mit seinem neuen Klub den vorletzten Platz. Immerhin trifft der 27-Jährige, der in Deutschland ohne Tor blieb, wieder ins Schwarze. Zwei Buden gelangen ihm beim 4:1 über Cherno More.

Philipp Hercher:
Auch die Leihe von Philipp Hercher endete im Sommer. Der 21-Jährige ist daher wieder für die zweite Mannschaft des 1. FC Nürnberg aktiv, wo er in den vergangenen Spielen stark auftrumpfte. Vier Treffer gelangen dem Stürmer in den letzten sieben Partien in der Regionalliga Bayern.

Noch kein Konto bei 3.Liga-Sponsor bwin? Jetzt anmelden & bis zu 100€ Willkommensbonus kassieren!