VfR Aalen will an Giannikis festhalten

Mannschaft will Weg mit Trainer gehen

Argirios Giannikis ist Trainer beim VfR Aalen

Seine erste Drittliga-Station läuft bislang eher holprig: Argirios Giannikis. ©Imago/Markus Endberg

Am 30.09.2018 gewann der VfR Aalen zum bisher letzten Mal in dieser Saison ein Spiel in der 3. Liga. Trotz acht Partien ohne Sieg und Tabellenplatz 19 nach dem 3:3 gegen Energie Cottbus wollen aber Vereinsführung und Mannschaft nicht am Trainer Argirios Giannikis rütteln.

Alte Fehler wiederholen sich

„Eine Trainerdiskussion lassen wir zum jetzigen Zeitpunkt nicht aufkommen“, erklärte der Aufsichtsratsvorsitzende Jörg Mangold gegenüber der „Schwäbischen Post“. Im selben Blatt stützte Torhüter Daniel Bernhardt seinen Coach: „Es gibt keine Diskussion innerhalb der Mannschaft, wir wollen den Weg mit dem Trainer weitergehen. So wie er Fußball spielen will, ist genau das, was die Mannschaft möchte.“

Die Partie gegen Energie Cottbus war symptomatisch für die bisherige Saison des VfR und bestätigte, was unter anderem Matthias Morys im Interview mit Liga-Drei.de vor ein paar Wochen ansprach: Spielerisch stimmt es beim VfR, aber hinten werden katastrophale Fehler gemacht. In diesem Fall war es Torben Rehfeldt, der beim 1:1 den Ball vertändelte, Keeper Bernhardt hatte in einer Szene Glück, als er komplett am Ball vorbei griff und Streli Mamba die Kugel nicht im Gehäuse unterbringen konnte.

So wie er Fußball spielen will, ist genau das, was die Mannschaft möchte. (VfR-Keeper Daniel Bernhardt)

Interessanterweise hatte der Fokus vor der Begegnung aber nicht auf der Defensive gelegen, sondern Giannikis wolle im 4-2-3-1 offensiver als zuletzt agieren lassen, wie er bei Telekom Sport erklärte. Das gelang gut, schließlich sprangen drei eigene Treffer heraus. Für die nächsten Aufgaben, die Auswärtspartien in Rostock und Wiesbaden, dürfte daher wieder die Abwehrarbeit gestärkt werden, so kann zumindest das Fazit von Giannikis bei Telekom Sport gedeutet werden: „Wir haben letzte Woche zwei Gegentore kassiert, wir haben heute drei Gegentore kassiert. Das ist das was ärgerlich ist.“

Immerhin läuft es bei Aalen beim Thema Gegentreffer auswärts deutlich besser, als zu Hause: Mit zehn gefangenen Tore auf fremden Plätzen belegt der VfR in dieser Statistik Platz sechs.

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