Patrick Göbel im Zweikampf mit Tarsis Bonga.

Patrick Göbel (l.) fällt laut HFC-Angaben gegen den Chemnitzer FC aus. ©Imago images/Picture Point

Wenn sich am Sonntag der Chemnitzer FC und der HFC gegenüberstehen, sind die Rollen anhand der Tabellensituation eigentlich klar verteilt: Die Hallenser wollen auf Platz sieben ihre Aufstiegschance wahren, während der CFC gegen den Abstieg kämpft. In der Formtabelle stehen die Himmelblauen hingegen besser da, als Halle - gibt das letztlich den Ausschlag für einen Chemnitzer Triumph oder setzt sich doch der HFC am Sonntag (Anstoß: 14 Uhr, Schiedsrichter: Patrick Schwengers) durch?

Chemnitzer FC: Zu blauäugig?

Der CFC kommt nicht vom Fleck. Seit dem 14. Spieltag steht die Elf von Trainer Patrick Glöckner auf dem 17. Tabellenplatz, daran änderte auch der 2:1-Erfolg in Meppen vergangenes Wochenende nichts. Sieggarant war einmal mehr Philipp Hosiner, der in den vergangenen drei Spielen jeweils einen Doppelpack erzielte.

Knackpunkt bei den Himmelblauen ist allerdings die Defensive: Zehn Gegentreffer mussten Hoheneder und Co. in den letzten fünf Spielen hinnehmen. Auch zuhause vermochte der CFC das Defensiv-Loch wie in den Spielen gegen Viktoria Köln (2:2) oder Zwickau (2:2) zu sehen nicht zu stopfen.

Besonders in der Schlussphase könnte der CFC ansetzen. Ab der 60. Minute kassierte Chemnitz zuhause bereits sechs Gegentreffer, die über ein Drittel der Gesamtgegentore im eigenen Stadion ausmachen. Aufgrund der historischen Bilanz beider Teams könnte sich ein enges Spiel entwickeln: Sechs der letzten acht Aufeinandertreffen beider Mannschaften in Chemnitz endeten unentschieden.

Personell fehlen weiterhin Noah Awuku, Joannis Karsanidis sowie Tobias Müller verletzungsbedingt. Zurück kehrt hingegen Matti Langer, der wieder an der Seite von Daniel Bohl im defensiven Mittelfeld auflaufen dürfte. In der Offensive ist ein System mit zwei Spitzen oder einer klassischen "Zehn" denkbar. Diese könnte dann Erik Tallig geben - wobei voraussichtlich Dejan Bozic weichen müsste.

Hallescher FC: Wie reagiert Ziegner?

Der HFC steht nach zwei Niederlagen nach der Winterpause sowie dem Aus im Landespokal mit dem Rücken zur Wand. Nicht nur Präsident Jens Rauschenbach fordert eine Steigerung von der Mannschaft, die nur einen Punkt aus den letzten fünf Spielen holte.

In der Formtabelle belegen die Saalestädter damit den letzten Platz, kassierten nach Viktoria Köln in diesem Zeitraum die zweitmeisten Gegentore (12). Auch auswärts, wo der HFC zu Saisonbeginn stets sehr stabil daherkam, klappt es nicht mehr wie gewünscht: Drei der letzten vier Partien auf Reisen verloren Sohm und Co..

Dabei war die Verunsicherung auch im letzten Heimspiel spürbar, individuelle Fehler sowie eine schlechte Chancenverwertung brachten die Hallenser um Zählbares. Das Selbstbewusstsein aufzubauen sowie die Konzentration aufrecht zu erhalten dürften daher die beiden wichtigsten Ansatzpunkte vor dem Duell mit dem CFC sein. Dass es dem HFC nicht an Standhaftigkeit mangelt, beweist die Tatsache, dass die Hallenser bereits zwölfmal in der Schlussviertelstunde trafen - nur der FC Ingolstadt ist in dieser Hinsicht besser.

Aus dem Lazarett gibt es unterdessen schlechte Nachrichten, denn Björn Jopek fällt langfristig aus. Ebenso kann Patrick Göbel nicht auflaufen. Da auch Bentley Baxter Bahn verletzungsbedingt nicht zur Verfügung steht, wird erneut Anthony Syhre vor der Abwehr erwartet.

Ein zusätzlicher Mittelfeldmann könnte der Mannschaft Stabilität verleihen, Jan Washausen kommt dafür in Frage. In der Offensive hat Ziegner einige Möglichkeiten, darunter auch Mathias Fetsch, der sich mit seinem Tor gegen Viktoria Köln in Erinnerung brachte.

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