Osnabrück vs Chemnitzer FC

Vorschau & Aufstellung zum Spiel am 09.02.2018

Christian Groß im Duell mit Tom Scheffel und Julius Reinhardt

Im Hinspiel gab der VfL mit Christian Groß den Ton an – konnte sich jedoch nicht durchsetzen. ©Imago/Kruczynski

In den Freitagsspielen der 3. Liga rückt der Fokus auf den Tabellenkeller. Während sich Rot-Weiß Erfurt der undankbaren Aufgabe beim Tabellenführer aus Paderborn stellen muss, gastieren zeitgleich die Himmelblauen aus Chemnitz an der Bremer Brücke in Osnabrück (Anstoß: 19 Uhr, live auf Telekom Sport).

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VfL Osnabrück: Befreiungsschlag auf neuem Rasen?

Spätestens seit vergangenem Samstag dürften die Lila-Weißen das Saisonziel abgeändert haben, der Klassenerhalt steht nun an oberster Stelle. Zwar war die 0:1-Pleite gegen den HFC lediglich die zweite Niederlage in den letzten sechs Partien, dennoch konnten sich die Niedersachsen auch unter Trainer Daniel Thioune nicht nachhaltig aus dem Tabellenkeller befreien.

Bei einer Niederlage am Sonnabend gegen den Chemnitzer FC würden die Osnabrücker gar auf einen direkten Abstiegsplatz zurückfallen. Zwar hat der VfL noch das Nachholspiel gegen den Karlsruher SC im eigenen Stadion vor der Brust, dennoch dürften die Verantwortlichen rund um die Bremer Brücke alarmiert sein.

Auf eigenem Geläuf, das vor dem CFC-Gastauftritt nach knapp zehn Jahren ausgetauscht und erneuert wurde, tun sich die Lila-Weißen aktuell jedoch etwas einfacher. Drei der letzten vier Heimspiele konnten gewonnen werden, zudem zeigte die Thioune-Elf beim letzten Auftritt gegen Fortuna Köln vor heimischer Kulisse Comeback-Qualitäten.

Neuling Stephen Sama wird in der Innenverteidigung erneut das Vertrauen erhalten und somit sein Heim-Debüt feiern. Als rechter Verteidiger könnte Konstantin Engel starten, Marcel Appiah rückt dafür auf die Bank.

Denkbar ist zudem eine Rückkehr zum 4-2-3-1, wobei Marcos Álvarez als einzige Sturmspitze agiert. Marc Heider rückt dann auf den rechten Flügel, links startet Jules Reimerink. Youngster Sebastian Klaas komplettiert somit die offensive Dreierreihe.

Chemnitzer FC: Mit Schwung gegen den Trend?

Zwar stehen die Himmelblauen immer noch auf einem direkten Abstiegsplatz, die Hoffnung dürfte nach dem jüngsten 1:0-Erfolg, der die Serie von acht Niederlagen beendete, jedoch nach Sachsen zurückgekehrt sein.

Kevin Tittel, der früh für den verletzten Stammkeeper Kevin Kunz eingewechselt wurde und sich den Titel „Spieler des Spieltags“ sicherte, rettete seinem Team dabei die drei Zähler. Für den CFC war es bei insgesamt 42 Gegentoren jedoch erst die sechste Partie ohne Gegentreffer – im Hinspiel gab es bereits ein 0:0.

Heißt: In den übrigen Partien werden die Chemnitzer im Schnitt knapp 2,47-mal überwunden. Zwar konnte der neue Coach David Bergner diesen Schnitt in den ersten drei Partien auf 1,67 reduzieren, für eine weitere Prognose dürfte es allerdings noch zu früh sein.

Will der CFC in der Tabelle am VfL vorbeiziehen, muss die Bergner-Elf zumindest einer anderen Statistik trotzen. Von den letzten drei Auftritten in Niedersachsen brachte der CFC weder einen Punkt noch einen eigenen Treffer zurück nach Sachsen, aus den sechs Duellen in der 3. Liga sprangen insgesamt nur vier Zähler heraus.

Bergner hat in den letzten Wochen nur wenige Änderungen vorgenommen, zudem scheint er mir Julius Reinhardt und Dennis Grote sein Stammpersonal für die Doppelsechs gefunden zu haben. Tittel wird erneut zwischen den Pfosten stehen, davor bieten sich Marcus Hoffmann und Tom Scheffel erneut als Innenverteidiger-Duo an.