28.Spieltag: SC Paderborn vs 1. FC Magdeburg

Analyse & Aufstellung zum Spiel am 06.03.2018

Sebastian Schonlau im Duell mit Marius Sowislo.

Kampf um die Tabellenspitze: Gewinnen Sowislo (unten) und der FCM in Paderborn? ©Imago/pmk

Topspiel in Liga drei: Der SC Paderborn und der 1. FC Magdeburg duellieren sich am Dienstag (Anstoß: 19 Uhr, live auf Telekom Sport) um die Tabellenspitze. Während der SCP diese am vergangenen Wochenende durch einen Punktgewinn in Münster übernahm, konnte der FCM aufgrund der Spielabsage der eigenen Partie dabei nur zuschauen. Holen sich ausgeruhte Magdeburger den Platz an der Sonne zurück?

SC Paderborn: Heimstärke verloren

Seit Ende Januar wartet der SCP nun schon auf einen Sieg, aus den vergangenen vier Partien gab es lediglich drei Punkte. Darunter litt auch die Heimbilanz der Paderborner: Nur ein „Dreier“ aus den letzten fünf Heimspielen steht zu Buche, in vier dieser Spiele blieben Michel und Co. sogar ohne eigenen Treffer.

Grund dafür ist zum einen sicherlich die bereits von Steffen Baumgart monierte defensive Ausrichtung der Gäste, zum anderen haben die eigenen Angreifer derzeit Ladehemmung. Diese gegen den 1. FC Magdeburg abzustellen wird die Hauptaufgabe für den SCP sein, wie auch Steffen Baumgart auf der PK vor dem Spiel erklärte: „Wir freuen uns auf das Spiel, wollen nach vorne spielen und uns Torchancen erarbeiten.“

Dabei helfen kann wieder Marlon Ritter, der wegen einer Gelbsperre zuletzt pausierte. Er könnte für Massih Wassey in die Mannschaft rücken. Sicher nicht dabei ist hingegen Kapitän Christian Strohdiek, er flog in Münster vom Platz und wird voraussichtlich von Leon Fesser ersetzt. Im Tor steht trotz erneutem Patzer bei den Preußen der Ex-Magdeburger Leopold Zingerle. Keine Option sind hingegen der verletzte Thomas Bertels sowie der erkrankte Jamilu Collins.

1. FC Magdeburg: Auch auswärts ein Topteam?

FCM-Coach Jens Härtel stellt vor der Partie in Paderborn klar: „Wir müssen uns auf unsere Stärken fokussieren, welche uns in der Tabelle nach oben gebracht haben.“ Gemeint ist damit sicherlich die eigene Offensivstärke. Beck und Co. trafen zuletzt sowohl gegen Münster als auch in Bremen dreifach. Auch in Rostock wurden Chancen erspielt, allerdings nicht verwertet.

Ein weiterer wesentlicher Erfolgsfaktor des FCM ist die Stärke zu Spielbeginn. 14 Treffer gelangen den Magdeburgern in den ersten 15 Minuten – Ligatopwert. Dementsprechend häufig lagen die Elbestädter zur Halbzeit in Front, nämlich zehn Mal.

Allerdings entfallen davon nur zwei Halbzeitführungen auf Auswärtspartien. Auf Reisen war der FCM zuletzt zu häufig nur Ligadurchschnitt: Die Niederlage bei der Kogge war bereits die dritte Pleite in den vergangenen vier Begegnungen auf Reisen.

Von einem Vorteil für seine Mannschaft in Bezug auf das ausgefallene Spiel gegen Zwickau wollte Härtel unterdessen nicht reden. Nichtsdestotrotz dürfte der FCM ausgeruhter in die Partie gehen. Der verletzte Michel Niemeyer wird voraussichtlich von Julius Düker ersetzt, ansonsten sind keine Änderungen zu erwarten.