Moritz Heinrich gegen Daniel Wein

Dreimal trat Moritz Heinrich (l.) mit Haching gegen die Löwen an, drei Niederlagen setzte es dabei. ©Imago images/MIS

Zum Duell mit Historie entwickelt sich das Aufeinandertreffen des TSV 1860 München aus Giesing und der SpVgg Unterhaching aus der Gemeinde vor den Toren der bayerischen Landeshauptstadt. Vor fast genau 21 Jahren standen sich beide Teams das erste Mal in einem Pflichtspiel gegenüber – damals noch in der Bundesliga. Am Montag geht es für beide Teams zwei Spielklassen tiefer um Punkte – und darum, wer sich nachhaltig in der oberen Tabellenhälfte festsetzen kann.

SpVgg Unterhaching: Schreckensbilanz gegen die Löwen

„Ein Derby gegen 60 als Punktspiel kommt für Haching immer zum richtigen Zeitpunkt“, hatte Claus Schromm einst noch als Trainer der SpVgg Unterhaching gesagt, die Ergebnisse spiegeln das allerdings nicht wieder. Seit der Saison 2018/19 gab es inklusive Landespokal fünf direkte Duelle, vier Niederlagen und ein Remis stehen aus Hachinger Sicht zu Buche.

Was vor dem neuerlichen Aufeinandertreffen Mut macht, ist die spielerisch gute Vorstellung gegen Duisburg, wo sich die Elf von Arie Van Lent allerdings aufgrund fahrlässiger Chancenverwertung nicht belohnte.

Gegen Duisburg musste die SpVgg allerdings auch auf Unterstützung von den Rängen verzichten – das wird gegen 1860 München wohl anders sein. Stand Freitag erhielten die Münchner Vorstädter die Erlaubnis, zehn Prozent der Stadionkapazität zu füllen.

Auf dem Platz könnten sie einige personelle Änderungen gegenüber der Partie gegen Duisburg sehen. Luca Marseiler saß zuletzt draußen und könnte entweder rechts für Moritz Heinrich oder links für Niklas Anspach starten. Im zentralen Mittelfeld scharrt Niclas Stierlin mit den Hufen und könnte anstelle von Paul Grauschopf auflaufen.

1860 München: Unliebsame Störgeräusche

Für den TSV 1860 München war die Englische Woche bis dato suboptimal. Nur ein Punkt steht aus zwei Spielen zu Buche, zusätzlich sorgten die Löwen aufgrund des Video-Fauxpas bei der Pressekonferenz im Anschluss an die Saarbrücken-Partie „bundesweit für Schlagzeilen“, wie Geschäftsführer Günther Gorenzel feststellte. In den kommenden Woche wollen die Löwen „unfallfrei über den digitalen Highway kommen“, so Gorenzel.

Störgeräusche sind Fehl am Platz, wollen die Löwen wieder in die Erfolgsspur zurückfinden. Ein Ansatzpunkt dabei wäre sicherlich, die Defensive zu stärken: In jedem seiner sechs Saisonspiele kassierten die 60er mindestens ein Gegentor. Interessant: Alle Gegentreffer gab es dabei bis zur 60. Minute, während die Löwen in der letzten halben Stunde des Spiels eine blütenreine Weste von 5-0 Toren haben.

Lob gibt es von Löwen-Seite vor dem Spiel für den Gegner: „Fußballerisch ist Haching gut unterwegs. In Saarbrücken haben sie den Sieg in der Schlussphase hergeschenkt, im Heimspiel gegen Duisburg waren sie die bessere Mannschaft. Beide Klubs brennen auf Wiedergutmachung. Deshalb erwarte ich ein heißes Montagabendspiel, ein heißes Derby“, so Köllner.

Verzichten muss er auf Stefan Lex, der an muskulären Problemen laboriert. Wieder zur Verfügung steht hingegen nach abgesessener Gelb-Rot-Sperre Philipp Steinhart. Er wird voraussichtlich wieder für Leon Klassen in die Mannschaft rücken. Anstelle von Lex wird Martin Pusic erwartet.

TV-Tipps: Live-Übertragung auf MagentaSport (Anstoß: Montag, 19 Uhr), Kommentator: Franz Büchner, Free-TV-Highlights am Montag, 23:30 Uhr, 3. Liga Pur

Tipp & Quoten zum Spiel

Bei der Form liegen beide Teams auf Augenhöhe, was jedoch für die Münchner Löwen spricht, ist der direkte Vergleich: Auswärtssieg. »Jetzt mit 10.00-Quote (statt regulär 2.41) bei bet-at-home auf 1860-Sieg wetten!