Wuppertaler SV: „Der KFC Uerdingen war im Hinterkopf“

Interview mit Interimstrainer Pascal Bieler

Pascal Bieler gibt Anweisungen.

Will mit Wuppertal den KFC ärgern und in den DFB-Pokal einziehen: Pascal Bieler. ©imago images/Otto Krschak

Erst Spieler, dann Co- und aktuell Interimstrainer: Pascal Bieler hat in bald drei Jahren beim Wuppertaler SV einiges erlebt. Vor dem Landespokal-Finale gegen den KFC Uerdingen spricht der 33-Jährige im Interview mit Liga-Drei.de über das bevorstehende Spiel und wie der Regional- den Drittligist ärgern möchte.

Herr Bieler, wie viele Videos vom KFC Uerdingen haben Sie schon geschaut?
Pascal Bieler: „Der KFC Uerdingen hat einen relativ neuen Trainer, von daher hat sich das etwas beschränkt. Sportlich hat sich beim KFC seitdem ja etwas entwickelt. Nichtsdestotrotz kenne ich den KFC Uerdingen ganz genau, habe sogar früher mit ein paar Spielern zusammengespielt. Von daher habe ich schon die ein oder andere Information.“

Sie haben gesagt, spielerisch habe sich was geändert. Welche Veränderungen haben Sie denn genau ausgemacht?
Bieler: „Das würde jetzt etwas zu weit gehen. Jeder Trainer, der neu kommt, hat seine eigene Philosophie. Das braucht dann aber auch Zeit, um das durchzusetzen. Von daher kann man darüber noch keine klare Aussage treffen.“

Unabhängig von den Uerdinger Stärken: Wie wollen Sie dem Drittligisten beikommen?
Bieler: „Man will ja nicht zu viel verraten, aber: Wir spielen zuhause und wir wollen den Schwung, den so ein Heimspiel mitgibt, nutzen. Wir glauben an unsere Chance.“

Wir erwarten eine spektakuläre Kulisse. (über das Heimspiel gegen den KFC)

Welche Rolle nimmt das Finale denn in der Mannschaft, dem Verein und im Umfeld ein?
Bieler: „Das Finale schwebt über dem Verein und der Mannschaft, seit wir es erreicht haben. Während der letzten Spieltage in der Liga war es aber kein großes Thema. Der KFC war im Hinterkopf, nichtsdestotrotz haben wir nicht mehr nur über dieses eine Spiel geredet.“

In Uerdingen herrscht neben dem Platz Unruhe aber auch beim Wuppertaler SV. Welche Rolle spielt das bei der Spielvorbereitung?
Bieler: „Gar keine. Bei diesem Spiel wird es nicht mehr um rechts oder links gehen, sondern nur noch um dieses eine Spiel. Da wird alles andere für 90 oder 12 Minuten ausgeblendet. Das Drumherum spielt an diesem Tag keine Rolle.“

Wuppertal geht mit Heimvorteil in die Partie: Welche Rolle können die Fans spielen?
Bieler: „Dass das Spiel in Wuppertal stattfindet, ist für uns natürlich super. Wir erwarten eine spektakuläre Kulisse. Die Mannschaft, der Verein und auch die Zuschauer selbst haben sich das verdient. Ich rechne damit, dass auch aus Krefeld einige Fans anreisen werden und sich ein würdiger, friedlicher Rahmen ergibt.“

Der WSV ist ein gestandener, großer Traditionsverein, der mit eine gute Perspektive bieten konnte. (über seine Entscheidung für Wuppertal)

Mit Platz acht spielt der WSV eine ordentliche Saison. Mit welchen Stärken kann Ihre Elf gegen Uerdingen punkten?
Bieler: „Wir haben eine Mannschaft, die Erfahrung hat. Im Winter haben wir es, trotz der ganzen Querelen drumherum gut geschafft, fokussiert zu bleiben. Wir können Fußball spielen, wir wollen Fußball spielen: Auch gegen den KFC.“

Sie persönlich kamen 2016 als Spieler nach Wuppertal, nachdem Sie zuvor bei Hertha, Nürnberg oder Wehen Wiesbaden in allen drei Profiligen Erfahrungen sammelten. Was hat Sie in Wuppertal als erstes beeindruckt?
Bieler: „Ich habe früher mit Hertha im DFB-Pokal hier gespielt. Von diesem Spiel wusste ich noch, worum es hier in Wuppertal geht. Dann gab es irgendwann gute Gespräche mit der sportlichen Leitung.

Da meine Frau aus der Region kommt, war ich nicht abgeneigt, hierher zu wechseln. Der WSV ist ein gestandener, großer Traditionsverein, der mir eine gute Perspektive bieten konnte. Aus sportlicher Sicht ist das Projekt für mich sehr reizvoll.“

Nach Ihrer aktiven Karriere stiegen Sie als U19-Coach beim WSV ein, sind aktuell Interimstrainer. Welche Ziele haben Sie persönlich noch im Visier?
Bieler: „Ich habe als Co-Trainer der U19 angefangen, dann die U19 übernommen und bin dann als Co-Trainer zu den Profis. Aktuell habe ich die Doppelfunktion als U19- und Profitrainer inne. Mein Ziele sind jetzt, den Aufstieg mit der U19 in die Bundesliga zu schaffen, die Profis in der Regionalliga zu halten und natürlich ein großartiges Pokalendspiel hinzulegen.“

Herr Bieler, vielen Dank für das Gespräch!

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