MSV Duisburg: Der Hinrunden-Rückblick

So lief der 1. Teil der Saison 2016/17

Zlatko Janjic zieht ab.

Zlatko Janjic und der MSV Duisburg sind Tabellenführer. Allerdings herrscht im Sturm oft Flaute. ©Imago

Aufstieg, Abstieg – und jetzt wieder Aufstieg? Momentan deutet vieles darauf hin, dass der MSV Duisburg in der kommenden Saison wieder zweitklassig unterwegs sein wird. Die „Zebras“ sind seit dem 9. Spieltag Tabellenführer der 3. Liga. Aber es ist dennoch nicht alles Gold, was an der Wedau glänzt. In unserem Hinrunden-Rückblick zeigen wir Euch, was beim MSV Duisburg schon gut lief und wo noch dringender Verbesserungsbedarf besteht, um die Rückkehr ins Fußball-Unterhaus realisieren zu können!

Torgeiz vorne wie hinten

Es ist schon ein kleines Wunder, dass die „Zebras“ tatsächlich seit vielen Wochen ununterbrochen Spitzenreiter sind. Schließlich erlaubten sie sich zwischendurch auch mal eine längere Schwächephase mit fünf Spielen ohne Sieg, darunter drei torlosen Unentschieden in Folge. Doch wenn die Meidericher patzten, dann patzte auch die direkte Konkurrenz zuverlässig, sodass es keinem Verein gelang, dem MSV die Spitzenposition streitig zu machen.

Insgesamt muss man festhalten, dass den Zuschauern in Duisburg in der Hinrunde nicht gerade das ganz große Spektakel geboten wurde. Der Zweitliga-Absteiger kassierte zwar erst zehn Gegentreffer und damit so wenig wie kein anderes Team der 3. Liga. Allerdings läuft es auch im Spiel nach vorne nicht besonders rund: Momentan haben sogar einige Mannschaften aus dem unteren Mittelfeld und dem Tabellenkeller mehr eigene Tore auf dem Konto als die „Zebras“.

Führungen bedeuten fast immer den Sieg

Es ist also schon beeindruckend, wie die Minimalisten von der Wedau kontinuierlich oben bleiben. Über die ganze Saison hinweg kassierte die Mannschaft von Trainer Ilia Gruev erst zwei Pleiten – eine zu Hause, eine auswärts. Damit sind die Duisburger aktuell das drittbeste Heim- und das zweitbeste Auswärtsteam der 3. Liga. Auffällig ist vor allem, dass sie gegen die direkte Konkurrenz, die sich momentan ebenfalls im oberen Tabellendrittel tummelt, noch kein Spiel verloren haben.

Für gegnerische Mannschaften kann es bei den Spielen gegen den MSV eigentlich immer nur heißen: Bloß nicht in Rückstand geraten! Wenn die „Zebras“ nämlich in Führung gegangen sind (11-mal), dann haben sie die jeweilige Partie am Ende nie verloren (neun Siege, zwei Remis). Besonders stark sind die Meidericher übrigens vor der Pause: Nur ein einziges Mal mussten sie mit einem Rückstand im Gepäck die Seiten wechseln. Wenn das so weitergeht, dann dürfte Duisburg auch am Saisonende weit oben stehen.