3. Liga: Übersicht der Trainingsformen

Auch Carl Zeiss Jena kehrt zurück auf den Platz

Spielball 3. Liga

Der Ball rollt aktuell bei vier Drittligisten – ein fünfter plant den Einstieg nach Ostern. ©Imago images/foto2press

Update (20. Mai 2020):
Nachdem die dritte Testreihe beim Chemnitzer FC negativ war und es bei dem einen Corona-Fall geblieben ist, nehmen die Himmelblauen das eigentlich schon für den 19.5. vorgesehne Mannschaftstraining nun am heutigen Mittwoch auf. Wer rackert schon wieder in voller Mannschaftsstärke, wo wird nur eingeschränkt trainiert? Wir haben es Euch in der Übersicht aufbereitet:

VereinTrainingsform
Duisburg LogoMannschaftstraining (seit 15.5.)
Unterhaching LogoMannschaftstraining (seit 15.5.)
Ingolstadt LogoMannschaftstraining in Aussicht
1860 LogoMannschaftstraining (seit 14.5.)
Hansa LogoMannschaftstraining (seit 14.5.)
Hansa LogoMannschaftstraining (seit 14.5.)
FCK LogoMannschaftstraining (seit 16.5.)
Würzburger Kickers LogoMannschaftstraining (seit 18.5.)
Waldhof LogoKleingruppen
Meppen LogoMannschaftstraining (seit 18.5.)
FC Bayern LogoMannschaftstraining (seit 16.5.)
Eintracht Braunschweig LogoMannschaftstraining (seit 18.5.)
KFC Uerdingen LogoKleingruppen
CFC LogoMannschaftstraining (seit 20.05.)
1. FC Magdeburg LogoKleingruppen
HFC LogoKleingruppen
Zwickau LogoKleingruppen
Münster LogoKleingruppen
Großaspach LogoKleingruppen
Carl Zeiss Jena LogoKleingruppen

Update (19. Mai 2020):
Nachdem der FC Carl Zeiss Jena am gestrigen Montag das Kleingruppentraining wieder aufgenommen hat, sind alle Drittligisten zurück auf dem Platz.

Update (16. April 2020):
Auch Viktoria Köln hat das Training wieder aufgenommen. „Wir achten auf die Einhaltung der Hygiene-Empfehlungen und bestreiten beispielsweise keine Zweikämpfe, um den entsprechenden Abstandsregeln nachzukommen“, so der Sportliche Leiter Marcus Steegmann.

Unterdessen will der 1. FC Magdeburg bis zum Ende der Kontaktsperre, die bis 3. Mai verlängert wurde, kein Training stattfinden lassen. FCM-Geschäftsführer Mario Kallnik sagte in der Volksstimme„Die Verlängerung des Kontaktverbots ist ein weiteres Argument für einen Saisonabbruch.“ Bei den meisten Drittligisten war das Training bis zum ursprünglichen Ende der Ausgangsbeschränkungen am 19. April ausgesetzt. Wie es jetzt weitergeht, ist vielerorts offen.

Ursprünglicher Artikel vom 9. April:
Noch ist vollkommen unklar, wann der Spielbetrieb in der dritten Liga weitergeht. Die meisten Akteure halten sich nach wie vor individuell fit, während sich ein kleiner Teil der Teams bereits wieder zurück auf den Trainingsplatz wagt – unter Einhaltung der Vorschriften, wie die Verantwortlichen betonen.

So trainiert beispielsweise Tabellenführer MSV Duisburg momentan in Zweier-Teams auf dem Platz, wobei die Spieler direkt vom Auto auf den Trainingsplatz marschieren und weiterhin keine Kabine von innen sehen. Der nötige Abstand werde auch auf dem Trainingsplatz eingehalten, sagte etwa Sinan Karweina im MSV-Vereins-TV.

Auch bei der SpVgg Unterhaching, die seit Dienstag wieder auf dem Platz steht, werde zuhause geduscht, wie Trainer Claus Schromm sagte. Die Münchner Vorstädter üben in 4er-Gruppen. „Es kommt natürlich nicht an das normale Training heran, dennoch ist es wichtig, dass die Jungs wieder was mit dem Ball auf dem Rasen arbeiten können“, so Schromm.

Detaillierte Planungen der Kogge

Auch etwas weiter nördlich, im Audi Sportpark rollt wieder der Ball. Auch die Spieler des FC Ingolstadt trainieren in Vierer-Gruppen, wobei Kapitän Stefan Kutschke von einem positiven Effekt für die „Gemeinschaft“ spricht. Auch in Ingolstadt ist die Kabine tabu, die Schanzer legen die Trainingskleidung bereits zuhause an.

Auch der TSV 1860 München nahm den Trainingsbetrieb wieder auf – in Kleingruppen und nie mit mehr als neun Personen auf dem Trainingsgelände, wie Geschäftsführer Günther Gorenzel sagte. Zudem gelten „genaue Hygiene-Vorschriften“, während die Löwen einen Mindestabstand von zwei Metern einhalten.

Noch nicht wieder im Mannschaftstraining ist der FC Hansa Rostock – der jedoch plant den Trainingsbetrieb nach Ostern wieder aufzunehmen. Bis dahin werden laut Vereinsangaben Spieler, Trainerstab und das Funktionsteam präventiv zweimal auf Corona getestet.

Zudem werden vor jeder Trainingseinheit mögliche Symptome kontrolliert und schriftlich festgehalten. Die Übungen finden in Kleingruppen und zeitlich versetzt statt. Jede Trainingsgruppe soll eine eigene Kabine bekommen, so die offiziellen Angaben auf der Vereinshomepage.

Und was ist mit den restlichen Drittligisten? Die meisten wie zum Beispiel der FCK haben ihren Trainingsbetrieb zunächst bis zum 19. April, also dem momentanen Ende des Kontaktverbots, ausgesetzt. Dazu zählt auch der 1. FC Magdeburg. „Sollte das Kontaktverbot noch länger gelten, würden wir uns auch daran halten“, so Trainer Claus-Dieter Wollitz in der Volksstimme.

Dass einige Klubs allerdings schon wieder ins Mannschaftstraining eingestiegen sind, dafür hat der Coach kein Verständnis. „Dass sich manche Vereine in dieser Situation einen Wettbewerbsvorteil sichern wollen, macht mich nachdenklich. Ich vermisse da ganz klar die Solidarität.“