1. FC Magdeburg: Ernst kämpft sich zurück

Einzeltraining ab Mitte Mai

Dominik Ernst zieht ab.

Auf Dominik Ernst muss der 1. FC Magdeburg noch etwas verzichten. ©imago images/Jan Huebner

Im letzten Spiel vor der Pause war der 1. FC Magdeburg in Duisburg gefordert. Die Wollitz-Schützlinge verloren bekanntlich nicht nur die Partie (0:1), sondern auch Dominik Ernst. Nach einem Foul von Ahmet Engin war für den Rechtsverteidiger nach rund einer Stunde Schluss.

Die bittere Diagnose Außenknöchelbruch, Syndesmoseband- und Außenbandriss resultierten in einer Ausfallzeit von rund vier Monaten. Knapp die Hälfte hat Ernst nun hinter sich gebracht und musste sich dabei gestern erneut unter das Messer legen: Während die Platte, die den Knöchel zusammenhält, noch rund zehn weitere Monate im Körper bleibt, wurde der 29-Jährige zumindest die Schrauben los.

Comeback bei Fortsetzung der Saison unwahrscheinlich

„Zum ersten Mal wieder auf zwei Beinen gehen zu können, das ist ein unglaubliches Gefühl“, freut sich Ernst in der Bild (Ausgabe vom 29.04.2020), dass es voran geht. Ab dem 12. Mai soll der nächste Schritt folgen, wenn der gebürtige Gelsenkirchener das Einzeltraining aufnehmen wird.

Dass er selbst in dieser Saison nochmal eingreifen kann, ist jedoch unwahrscheinlich. Die vier Monate Ausfallzeit laufen Ende Juni aus, der Leiter des Lizenzbereichs beim FCM Maik Franz befürchtet ohnehin Verletzungen, sollten die bisher ausgefallenen Spieltage in kurzer Zeit und hoher Taktung nachgeholt werden.

Dass bei Ernst, dessen Bein zudem sieben Wochen ruhiggestellt war, die Belastung gleich wieder hochgefahren wird, darf mit Blick auf die Schwere seiner Verletzung stark bezweifelt werden. Dass seine Qualitäten, acht Treffer bereitete der Außenverteidiger in 21 Partien vor, vermisst werden, dürfte auf der Hand liegen. Trotzdem ist sein Vertrauen in die Mitspieler groß, dass Magdeburg auch kommende Saison in der 3. Liga an den Start geht.

Abstieg? Niemals! Dass werden die Jungs nicht zulassen. (Dominik Ernst)

„Abstieg? Niemals! Dass werden die Jungs nicht zulassen. Sie schaffen den Klassenerhalt auch für mich“, ist er überzeugt, und hofft auf eine Geste, falls die Spielzeit weitergeht: „Und vielleicht hält unser erster Geisterspiel-Torschütze beim Jubeln mein Trikot hoch. Das würde mir nach der harten Zeit sehr viel bedeuten.“

Alternativen stehen Claus-Dieter Wollitz zudem zur Verfügung. Marcel Costly und Tarek Chahed sind ebenfalls auf dem rechten Flügel zu Hause. Meistens in etwas offensiverer Rolle, durfte sich das Duo aber auch schon auf der Position des Rechtsverteidigers zeigen.