1. FC Magdeburg: Gefährliche Abhängigkeit

Krämer hadert mit seiner Offensive

Christian Beck, Timo Perthel und Sören Bertram (v.l.n.r.) halten Kriegsrat.

Christian Beck (l.) und Sören Bertram (r.) dürfen gegen Duisburg wieder in der Startelf erwartet werden. ©imago images/Christian Schroedter

Auf dem Papier löste der 1. FC Magdeburg seine Pflichtaufgabe im Landespokal souverän und zog durch einen 3:0-Erfolg über Dessau ins Achtelfinale ein. Dass sich der Dritt- gegen den Sechstligisten aber durchaus schwer tat, stieß Trainer Stefan Krämer sauer auf.

„Mir hat in der ersten Halbzeit häufig die Qualität der letzten Pässe und zudem die Konsequenz vor dem gegnerischen Tor gefehlt“, sagte der 52-Jährige der Volksstimme. Gegen den unterklassigen Gegner schonte Krämer einige Stammspieler aus dem Liga-Alltag, so saßen unter anderem Christian Beck und Sören Bertram zu Spielbeginn lediglich auf der Bank.

Zwei Drittel der Tore durch Beck und Bertram

Statt des Duos durften in einem 4-4-2-System mit Leon Bell Bell und Anthony Roczen zwei Youngster in der Sturmspitze ran, die es jedoch verpassten, sich in die Torschützenliste einzutragen. Ganz im Gegensatz zu Kapitän Beck, der rund 25 Minuten vor Schluss eingewechselt wurde und kurz vor Ende der regulären Spielzeit für den dritten Treffer sorgte.

Wie abhängig Magdeburg von den Treffern des Duos Beck/Bertram ist, zeigt der Umstand, dass acht der bislang zwölf Liga-Tore auf das Konto der Beiden gehen. Sollten hier Verletzungen oder Sperren eintreten, dürfte Krämer vor einem Problem stehen. Zumal sich der FCM gegen Dessau wie auch zuvor in der Liga gegen Jena schwer tat, einen defensiv stehenden Gegner zu bespielen und sich Torchancen herauszuarbeiten.

Balance gegen Duisburg gefragt

Zwar wurde Mario Kvesic im Landespokal geschont, der als Strippenzieher angedachte Mittelfeldmann konnte diese Rolle aber auch in der Liga bislang nicht wie gewünscht ausfüllen. Die nächste Chance, offensiv wieder mehr Durchschlagskraft zu entwickeln, gibt’s am Freitag gegen Duisburg.

Dann dürfte aus dem 4-4-2 wieder ein 4-3-1-2 werden, in dem Krämer in vorderster Front Beck und Bertram stellt. Gegen den offensivstarken MSV dürften sich mehr Räume ergeben als zuletzt, gleichzeitig aber auch die Defensive wesentlich häufiger gefragt sein. Dort hat nach dem Ausfall von Jürgen Gjasula (Mittelhandbruch) Brian Koglin die besten Chancen, an der Seite von Tobias Müller in der Innenverteidigung aufzulaufen.

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