1. FC Magdeburg: Härtel bringt alles auf den Prüfstand

Chance für Ersatzspieler denkbar

Jens Härtel, Trainer in Magdeburg

Jens Härtel musste mit seinem Team eine klare Niederlage in Erfurt einstecken. ©Imago/foto2press

Beim 1. FC Magdeburg sitzt der Stachel der Enttäuschung über die Pleite bei Schlusslicht Rot-Weiß Erfurt (1:3) und die verlorene Tabellenführung immer noch tief. Für die geplante Wiedergutmachung gegen Aufsteiger SV Meppen (Samstag) stellt Trainer Jens Härtel sowohl personell als auch taktisch offenbar alles auf den Prüfstand.

Ich behalte mir vor, grundlegende personelle Veränderungen vorzunehmen. (FCM-Coach Jens Härtel)

Es hätten sich „Wut und Frust aufgebaut“, beschrieb der Coach in der Volksstimme die Gemütsverfassung seines Teams und seine Stimmung nach dem Fehlstart ins neue Jahr zugleich und legte in der Bild-Zeitung (Ausgabe vom 26.1.2018) nach: „Ich behalte mir vor, grundlegende personelle Veränderungen vorzunehmen.“

Vorsprung auf Nicht-Aufstiegsplätze weiter groß

Für den FCM hatte beim wochenlang sieglosen Abstiegskandidaten Erfurt sogar eine 1:0-Führung nicht zur erfolgreichen Verteidigung der Spitzenposition gereicht. Trotz ihrer fünften Saisonniederlage haben die Elbestädter auf dem zweiten Aufstiegsplatz allerdings immer noch zehn Punkte Vorsprung auf den Tabellenvierten Fortuna Köln.

Härtel will das komfortable Polster jedoch nicht zu einem trügerischen Ruhekissen werden lassen und heizt deswegen vor Meppens Gastspiel den Konkurrenzkampf innerhalb der Mannschaft an. Für die bisherigen Ersatzspieler sei die Tür etwas aufgegangen, und „wer jetzt in der Lage ist, den Fuß reinzustellen, hat Chancen, drin zu sein“.

Anderseits könnten die Spieler aus der Elf von Erfurt auch Gelegenheit zur Rehabilitierung bekommen. Es gebe deswegen auch die Variante, „dass alle die Chance bekommen, ihre Fehler persönlich wieder gerade zu rücken“, sagte der 48-Jährige.

Bei der Aufarbeitung des unnötigen Dämpfers bei RWE hat Härtel auch seine Methoden in der konkreten Vorbereitung auf das erste Spiel nach der Winterpause hinterfragt. Ihm ginge es dabei vor allem um „die Frage, warum wir nicht die drei, vier Prozent mehr Schärfe hatten“, verdeutlichte der FCM-Trainer seine selbstkritischen Gedanken.

Manager-Assistent Maik Franz hat die zusätzliche Anspannung innerhalb des Teams in den Tagen nach Erfurt unterdessen als leistungsfördernd wahrgenommen. Es sei „mächtig Dampf auf dem Kessel“, sagte der Ex-Profi der Bild: „Und das meine ich durchaus positiv.“