1.FC Magdeburg: Sind die Kritiker nun verstummt?

Kapitän Christian Beck mit klarer Ansage

Türöffner: Mit diesem Kopfball traf Magdeburg-Kapitän Christian Beck zum 1:0. ©imago images/Jan Huebner

„Ich bin überglücklich, dass wir heute die Mäuler gestopft haben“, Christian Beck fand nach dem 3:0 seines 1.FC Magdeburg gegen die Würzburger Kickers am Mikrofon von Magenta Sport markige Worte. Der Adressat seiner Ansage waren die lokalen Journalisten, die nach Meinung des Kapitäns in den vergangenen Wochen zu kritisch mit dem Team umgegangen sind.

Jetzt müssen wir nächste Woche wieder Gas geben, dass die Kritiker weiter ihre Klappe halten. (Christian Beck)

„Wir sind eine junge Mannschaft, wir sind neu zusammengestellt und jede Woche kriegst Du einen auf den Deckel“, bemängelte Beck die fehlende Geduld im Umfeld und hofft nach dem Erfolgserlebnis vom Freitagabend auf weniger Gegenwind:  „Die Woche ist Ruhe und jetzt müssen wir nächste Woche wieder Gas geben, dass die Kritiker weiter ihre Klappe halten“.

Ergebnis gut, Leistung weniger

Becks Wunsch scheint aber nur ein frommer Gedanke, denn das Spiel gegen Würzburg wirft trotz des hohen Ergebnis‘ Fragen auf. „Das 3:0 hört sich klarer an, als das Spiel war“, befand Trainer Stefan Krämer, der im ersten Spieldurchgang den Gästen aus Mainfranken ein besseres Positionsspiel attestierte. Von der erhofften Dominanz, die der FCM bereits in den Wochen zuvor vermissen ließ, war wenig zu sehen.

Die Kickers bestimmten das Geschehen, verpassten aber die Führung und erlaubten sich dann wie so oft in dieser Spielzeit eine Schwächephase, die der FCM nutzte, um seinerseits in Front zu gehen. Die Hoffnung der gewohnt lautstarken Magdeburger Fans auf eine stärke zweite Hälfte konnten die Spieler nur bedingt erfüllen. Zwar bekam die Krämer-Elf mehr Zugriff, spielerisch lag aber nach wie vor vieles im Argen.

Wochen der Wahrheit

Eine umstrittene Elfmeter-Entscheidung zu Gunsten des Clubs sowie eine individuelle Aktion der eingewechselten Laprevotte und Chahed sorgten für den Endstand, den Christian Beck als „Erlösung“ einordnete. Ähnliche Worte gab es aus Magdeburger Ecke aber bereits nach dem 5:1 gegen 1860 München, als man sich endlich in der Liga angekommen wähnte. Drei Unentschieden in Folge revidierten den Eindruck wieder ganz schnell.

Ob der Erfolg gegen Würzburg einen nachhaltigen Effekt mit sich bringt, bleibt daher abzuwarten. Denn die nächsten Gegner haben es in sich. Zunächst geht es für den FCM zum unberechenbaren KFC Uerdingen, ehe Hansa Rostock mit Rückkehrer Jens Härtel und die spielstarke Viktoria aus Köln warten. Ob die Kritiker dann „weiterhin ihre Klappe halten“, um es mit Becks Worten zu sagen? Der FCM hat es selbst in der Hand. 

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