1. FC Magdeburg: Sowislo kündigt Rücktritt an

Entscheidung nach Gespräch mit Trainer Härtel

Rücktritt am Saisonende: Magdeburgs Kapitän Marius Sowislo

Hört am Saisonende auf: FCM-Kapitän Marius Sowislo © imago/Christian Schroedter

Beim 1. FC Magdeburg geht im Sommer eine Ära zu Ende: Marius Sowislo hat vor dem Gastspiel des Aufstiegskandidaten bei Drittliga-Rückkehrer Carl Zeiss Jena etwas unerwartet zum Saisonschluss seinen Rücktritt als Profi angekündigt.

Ich möchte nicht, dass mich mal jemand mitziehen muss. (FCM-Kapitän Marius Sowislo)

In einem Interview mit der Magdeburger Volksstimme begründete Sowislo seine Entscheidung nach einem offenen Gespräch mit FCM-Trainer Jens Härtel mit den Aussichten auf künftig geringere Einsatzzeiten. Er würde sich selbst nicht gerecht werden, wenn er nur noch auf der Bank oder Tribüne sitzen sollte, sagte der Kapitän: „Ich bin immer vorausgegangen und habe die Leute mitgezogen. Ich möchte nicht, dass mich mal jemand mitziehen muss.“

In sechs Jahren zum FCM-Kultspieler

Sowislo war 2012 von den Sportfreunden Siegen nach Magdeburg gekommen. Im Laufe der Zeit hat sich der 35-Jährige im Verein bei Mannschaft und Anhang nicht nur wegen seiner bislang 186 Einsätze für die Elbestädter eine Art Kult-Status erarbeitet.

Aufgrund seines schon in der laufenden Saison nicht mehr sicheren Stammplatzes jedoch sei der mögliche Zweitliga-Aufstieg mit dem früheren Europacup-Gewinner allerdings nur die Krönung seiner Laufbahn beim FCM, aber keine realistische Herausforderung mehr. Er habe in den vergangenen Monaten „gespürt, dass ich nicht mehr so oft gebraucht werde“, erläuterte Sowislo seinen Entscheidungsprozess: „Das Gefühl war zwischenzeitlich da, dass ich sportlich vielleicht nicht immer das erreichen kann, was von mir erwartet wird.“

Für die Zeit nach seiner aktiven Laufbahn schwebt Sowislo neben dem Ausbau seines Sportlernetzwerkes eine weitere Tätigkeit für den FCM vor. Der Verein habe bereits in mehreren Gesprächen Bereitschaft und Möglichkeiten zur weiteren Zusammenarbeit auf anderer Ebene signalisiert, berichtete Sowislo und sprach zudem von eigenen Ideen, „wie ich dem Klub einen Mehrwert geben kann“.

Nun gelte es zu prüfen, ob sich die Vorstellungen realisieren lassen und sich ein gemeinsamer Nenner findet. „Fest steht nur“, stellte der Deutsch-Pole klar, „dass ich auf keinen Fall als Trainer arbeiten werde.“

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