1. FC Saarbrücken: Deville ist endlich angekommen

Schleimer wird ausgeliehen

Autor: Simon Thijs Veröffentlicht: Montag, 05.10.2020 | 16:42
Maurice Deville vom 1. FC Saarbrücken

Maurice Deville will beim FCS eine Führungsrolle übernehmen. ©Imago images/Jan Huebner

Update 17 Uhr:
Wenn Maurice Deville am Freitag bei der Nationalmannschaft weilt, kann ihn womöglich schon ein Neuzugang vertreten: Der offensive Mittelfeldspieler Lukas Schleimer wird vom 1. FC Nürnberg an den 1. FC Saarbrücken ausgeliehen. Der 20-jährige gebürtige Trierer erzielte im abgelaufenen Jahr zehn Tore in 20 Regionalligaspielen für die U23.

Der ursprüngliche Artikel von 9:30 Uhr:
Beim 4:0 über den HFC war Sommerneuzugang Maurice Deville der Mann des Tages dank zweier Tore. Der Luxemburger scheint dem Druck standzuhalten, der auf ihm lastet, nachdem es beim ersten Versuch in Saarbrücken nicht so gut lief.

2013 war der damals 21-Jährige als Top-Spieler der Regionalliga Südwest aus Elversberg zum saarländischen Rivalen gekommen, kam nach einer Verletzung aber nie richtig in Tritt, landete schließlich bei der zweiten Mannschaft und zog schon 2014 weiter zum FCK.

über seine erste Zeit in Saarbrücken
„ Ich war noch kein Mann ”
Maurice Deville

Auch sein Trainer Markus Kwasniok weiß um den Rucksack, den sein Offensivspieler mit zum FCS brachte. „Mo hatte schon einmal eine Zeit hier in Saarbrücken, die nicht ganz so leicht für ihn war. Du musst ankommen, jeder hat hohe Erwartungen, weil er in Mannheim letztes Jahr einfach ein richtig gutes Jahr hinter sich hatte und es freut mich einfach für ihn, denn mit Toren kann er uns helfen“, so der Coach bei Magenta Sport.

Ohne Deville nach Duisburg

Sein zweiter Anlauf sollte dem Publikum des Aufsteigers nun sein wahres Gesicht präsentieren. „Damals war ich auch ein ganz junger Kerl, ich war noch kein Mann. Ich habe jetzt sehr viel durchgemacht, ich habe bei Kaiserslautern 2. Liga gespielt, mit Mannheim eine super Saison in der 3. Liga gespielt. Ich habe mich einfach weiterentwickelt“, machte der Nationalspieler klar, dass er nicht mehr derselbe Spieler wie vor sieben Jahren ist.

Eine Führungsrolle wolle er nu übernehmen, so wie er es auch in der Nationalmannschaft für sich beansprucht. Deshalb darf Maurice Deville auch bei den kommenden Länderspiele Luxemburgs nicht fehlen. Die 3. Liga wird wegen der Corona-bedingten Terminnot aber nicht pausieren, sodass am Freitag gegen den MSV Duisburg andere in die Bresche springen müssen.

Markus Mendler zum Beispiel, der trotz Aufstiegshelden-Status wegen einer Verletzung in der Vorbereitung gegenüber der Konkurrenz auf den offensiven Flügeln ins Hintertreffen geraten war. Gegen die Zebras dürfte der 27-Jährige erste Wahl sein, nachdem er gegen Halle aber der 70. Minute seinen ersten Einsatz dieser Saison hatte und diesen gleich mit einem Tor krönen konnte.