1. FC Saarbrücken: Ersatz für Uaferro gesucht

Zweikampf zwischen Schorch & Sverko

Autor: Christoph Volk Veröffentlicht: Donnerstag, 17.09.2020 | 09:29
Christopher Schorch im Test gegen Hoffenheim II.

Christopher Schorch ist einer von zwei Kandidaten für die Position des verletzten Boné Uaferro. ©imago images/Jan Huebner

Glück und Pech liegen manchmal nahe beieinander, das bekam der 1. FC Saarbrücken am gestrigen Mittwoch zu spüren. Während der Aufsteiger noch in diesem Monat wieder im Ludwigspark spielen kann, wird Boné Uaferro nicht dabei sein: Der Innenverteidiger muss nach einem Meniskus-Einriss am Knie operiert werden und fehlt dem FCS daher vorerst.

Eine Lücke hinterlässt die Abwehrkante zweifelsohne, bereits im Vorjahr war der 28-Jährige in der Innenverteidigung gesetzt und bestätigte seine starke Form auch in der Vorbereitung auf die 3. Liga. Da Anthony Barylla (Muskelfaserriss) ebenfalls passen muss, wird ein neuer Partner für Steven Zellner gesucht.

Sonderlob für Schorch

„Sverko und Schorch kommen in Frage. Aber wir haben noch drei Tage Zeit, das zu entscheiden“, will sich Trainer Lukas Kwasniok vor der Fahrt nach Lübeck gegenüber der Bild (Ausgabe vom 17.09.2020) nicht in die Karten schauen lassen, wem er gegen den Mit-Aufsteiger den Vorzug gibt.

Mit Sverko, im Gegensatz zu Zellner ein Linksfuß, würde sich Saarbrücken im Spielaufbau variabler aufstellen. Flexibilität ist ohnehin die Stärke des 22-Jährigen, die der Sportliche Leiter Jürgen Luginger bei dessen Verpflichtung positiv hervorhob. Dass Sverko zudem aus seiner Zeit in der KSC-Jugend Kwasniok bereits kennt und daher mit dessen Vorstellungen vertraut ist, dürfte ein weiterer Pluspunkt sein.

Für Schorch spricht hingegen dessen Erfahrung aus 93 Drittliga-Partien, auch ein Sonderlob von Kwasniok durfte sich der 31-Jährige abholen: „Ich wüsste nicht, wann er so fit gewesen ist. Er ist in einer Top-Verfassung und deutlich agiler. Das habe ich auch vor der Mannschaft gesagt.“

Dass sich Saarbrücken auf Schorch verlassen kann, bewies er bereits in der Vorsaison: Bis zum Saison-Abbruch in der Regionalliga ließ die FCS-Defensive lediglich 18 Gegentreffer zu, gemeinsam mit dem TSV Steinbach Haiger Bestwert in der Südwest-Staffel.