1. FC Saarbrücken will Nachteilen trotzen

Glaube an nächste Pokal-Sensation ist da

Autor: Simon Thijs Veröffentlicht: Mittwoch, 03.06.2020 | 16:21

Tobias Jänicke vom 1. FC Saarbrücken

Tobias Jänicke sieht keine Chance, will sie aber nutzen. ©Imago images/Eibner

Der 1. FC Saarbrücken bezog heute das Hotel, in dem der kommende Drittligist sich in Quarantäne auf das Halbfinale des DFB-Pokals vorbereiten wird. Am Dienstag geht es gegen Bayer Leverkusen und als wäre der Klassenunterschied nicht schon genug, türmen sich noch weitere Nachteile für den Underdog auf.

Anfangsphase überstehen

Deutlich später ging es für die Saarländer ins Training auf dem Platz, erst seit Mitte Mai durfte mit Kontakt trainiert werden. dazu sind die Fans ausgeschlossen. Auch die Spielpraxis fehlt komplett, weswegen Trainer Lukas Kwasniok vor allem einen Punkt als essentiell für den Matchplan ansieht.

"Wir werden uns in den ersten 15 Minuten an das Gefühl gewöhnen müssen, überhaupt wieder ein Spiel zu haben. Insofern hoffen wir, dass wir die ersten 15, 20 Minuten schadfrei überstehen und uns dann nach und nach in dieses Spiel reinbeißen", so der frühere Jena-Coach gegenüber dem SR.

Immerhin kann der FCS auf einen tollen bisherigen Pokal-Parcours verweisen. Jahn Regensburg, der 1. FC Köln, der KSC und Fortuna Düsseldorf wurden ausgeschaltet. Die Rheinischen Klubs aus dem Oberhaus scheinen dem Außenseiter also zu liegen.

Zudem ist der fehlende Wettkampf natürlich ein Problem, auf der anderen Seite werden die Leverkusener aber aus einem kraftraubenden Spiel gegen den FC Bayern kommen, müssen zudem noch einiges investieren, um die Champions League zu erreichen.

"Für uns gibt es seit Wochen nur noch dieses eine Highlight", unterstreicht Führungsspieler Tobias Jänicke nochmal den gebündelten Fokus beim Noch-Regionalligist. In den kommenden Tagen werden nun auch die letzten Ablenkungen ausgeschaltet, denn im Team-Hotel ist direkter Kontakt zur Außenwelt untersagt.