Alemannia Aachen will Mika Schroers halten – Keine Ulmer Krisengespräche mit Pavel Dotchev

Die 3. Liga nähert sich der Länderspielpause

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Dienstag, 17.03.26 | 11:51
© IMAGO / Herbert Bucco

Mit dem SSV Ulm in höchst prekärer Lage: Pavel Dotchev. © IMAGO / Herbert Bucco

Bevor sich auch die 3. Liga eine letzte Länderspielpause vor der entscheidenden Phase der Saison gibt, steht am kommenden Wochenende noch der 30. Spieltag auf dem Programm. Insgesamt sind es noch neun Runden, vor denen der Abstiegskampf schon entschieden scheint, während an der Spitze aktuell der VfL Osnabrück den Eindruck erweckt, sich von nichts und niemandem mehr aufhalten lassen zu wollen. Parallel dazu gibt es einige Personalien, die auch schon mit Blick auf die nächste Saison für Spannung sorgen.

Alemannia Aachen hat sich mit einem Erfolgslauf sämtlicher Abstiegssorgen entledigt und kann schon sehr konkret für ein weiteres Jahr in Liga drei planen. Mit dabei sein soll dann weiterhin Mika Schroers, der per Kaufoption fest von Arminia Bielefeld verpflichtet werden kann. Während der von Hannover 96 ausgeliehene Las Gindorf ungleich schwerer zu halten sein wird, kann der mit zwölf Toren und acht Assists zum Schlüsselspieler avancierte Schroers wohl für eine Ablöse im niedrigen sechsstelligen Bereich gebunden werden.

Binden würde der SV Waldhof Mannheim gerne Janne Sietan, dessen Vertrag ausläuft. Der 23-Jährige, absoluter Leistungsträger im defensiven Mittelfeld der Buwe, zögert allerdings schon länger mit einer Verlängerung und soll andere Optionen haben. Laut dem Mannheimer Morgen ist der Karlsruher SC einer von mehreren interessieren Klubs.

Aue nimmt schon den Wiederaufstieg ins Visier

Noch nicht wirklich über die laufende Saison hinaus denkt man beim SSV Ulm trotz des sich abzeichnenden Sturzes in die Regionalliga. Zumindest kurzfristig werden die Spatzen nun keinen Trainerwechsel mehr vollziehen, „Ich bin davon überzeugt, dass Pavel jemand ist, der eine klare Sicht auf die Spieler und auf die sportliche Situation hat. Aktuell haben wir keinen Anlass, mit den Trainern Krisengespräche zu führen“, setzt der Vorstandsvorsitzender Dominik Schwärzel in der Südwest-Presse die verbliebene Resthoffnung auf Pavel Dotchev, dessen Retter- Mission allerdings zu scheitern droht.

Ähnlich ist die Lage bei Erzgebirge Aue, wo der Vorstand nun bereits angekündigt hat, im wahrscheinlichen Fall der Fälle die „aufgebauten Strukturen und die professionelle Infrastruktur“ trotz unausweichlicher Einsparmaßnahmen zu großen Teilen erhalten und mit einem Etat von annähernd zehn Millionen Euro den direkten Wiederaufstieg in Angriff nehmen zu wollen.