Carl Zeiss Jena: Bleibt Zejnullahu auch in Liga 4?

Mittelfeldspieler fühlt sich wohl in Jena

Autor: Simon Thijs Veröffentlicht: Mittwoch, 22.04.2020 | 09:44
Eroll Zejnullahu von Carl zeiss Jena gegen Efkan Bekiroglu von 1860 München

Eroll Zejnullahu (l.) war in den ersten Saisonspielen gesetzt. ©Imago images/Nordphoto

Eroll Zejnullahu kommt erst auf sechs Spiele für den FC Carl Zeiss Jena. Eigentlich wollte sich der Mittelfeldspieler in Thüringen möglichst viel Spielpraxis verschaffen und helfen, den Abstieg zu vermeiden. Sollte das nicht gelingen, würde der 25-Jährige trotzdem nicht zwingend den Verein verlassen wollen.

Sein bis 2021 laufender Vertrag gilt zwar nicht für die Regionalliga, doch einen Verbleib kann sich der gebürtige Berliner dennoch vorstellen. „Mir ist wichtig, dass der Verein größere Ziele hat als die dritte oder vierte Liga. Und am Ende muss man mich natürlich wollen“, sagt Zejnullahu in der „Bild“ (Ausgabe vom 22.04.2020) zu den notwendigen Voraussetzungen dafür, dass er auch eine Liga tiefer im „Paradies“ bleibt.

Abwärtstrend seit zwei Jahren

Die Ambitionen seines Arbeitgebers würde der Rechtsfuß vor allem an der Person des Trainers und der Installation eines Sportdirektors festmachen. Zumindest bei ersterem Punkt könnte man vorsichtig davon ausgehen, dass René Klingbeil weiter für den Neuaufbau zuständig sein wird.

Für Zejnullahu selbst ist es sicherlich nicht ganz uneigennützig, ein Signal der Gesprächsbereitschaft an den FCC zu senden. Die Verletzungen, die ihn in dieser Saison zurückwarfen, verbessern seine persönliche Lage am Markt nicht. So kommt der Kreativspieler seit Februar 2018 gerade mal auf sieben Profi-Einsätze, nachdem er vergangene Saison bei Union Berlin gar nicht berücksichtigt wurde. 

Dabei schien Zejnullahu schon 2014 im Alter von nur 20 Jahren den Durchbruch geschafft zu haben. Zwei Spielzeiten in Folge gehörte er zum Stammpersonal der Köpenicker. Ab der Saison 2016/17 wurden die Einsatzzeiten geringer, auch eine Leihe zum SV Sandhausen half nicht weiter.

Immerhin kann er nun hoffen, in der verbleibenden Saison noch einmal auf sich aufmerksam zu machen. Zwar ist er momentan noch nicht wieder im fußballspezifischen Training, die Unterbrechung hat ihm aber Zeit verschafft, um in den letzten elf Spielen noch auf Einsätze zu kommen.