Carl Zeiss Jena: Bollwerk zu Spielbeginn

FCC hält in der Anfangsphase dicht

Dennis Slamar im Duell mit Dennis Erdmann

Dennis Slamar (vorne) und Co. sind von Beginn an hellwach. ©Imago/foto2press

Die von Carl Zeiss Jena initiierte Fahnenparade wirf Ihre Schatten voraus, der Klub vermeldete bereits eine große Resonanz der Fans. Die Anhänger, die trotz der zu erwartenden Fahnenpracht nicht auf Ihr Bier verzichten wollen, können dabei getrost in den ersten 15 Minuten zum Getränkestand gehen, denn: Bei keiner anderen Mannschaft passiert in der Anfangsviertelstunde so wenig, wie bei den Spielen des FCC. 

Als einziges Team der Liga kassierte Jena in der ersten Viertelstunde noch kein einziges Tor. Es wurden jedoch auch nur drei erzielt. Symptomatisch für die Anfangs-Flaute war der letzte Heimsieg gegen den Halleschen FC, wo die Fans bis zur 62. Minute auf den ersten Treffer warten mussten.

FCC geht vorsichtig ins Spiel

Einerseits spricht dies natürlich für die hohe Konzentration der Paradies-Kicker zu Spielbeginn. Auf der anderen Seite können Thiele und seine Nebenleute den Gegner nur selten in der Anfangsphase überraschen. Dabei wäre eine frühe Führung momentan genau das, was die Nerven von Trainer Mark Zimmermann beruhigen würde. Er kritisierte bekanntlich die zuletzt fahrlässige Chancenverwertung.

Nach der Halbzeit brechen die Dämme

Umso wichtiger wären ein paar schnelle eigene Treffer angesichts der Tatsache, dass im Gegensatz zum Spielbeginn nach der Pause oft die Jenaer Schleusen aufgehen. Neun Mal musste Raphael Koczor den Ball zwischen der 45. und der 60. Minute aus dem Netz holen – das ist Ligahöchstwert.

Im anstehenden Spiel gegen die Sportfreunde Lotte ist hingegen ein früher Treffer gar nicht so unwahrscheinlich: Nur zwei Vereine ließen in der Anfangsviertelstunde mehr Tore zu als die Sportfreunde (sechs). Wenn die Revanche für das 0:4 im Hinspiel gelingen soll, bietet sich eine Überfalltaktik also durchaus an.