Carl Zeiss Jena: Defensiv-Spezialisten vor der Brust

Kwasniok setzt auf das Wir-Gefühl

Lukas Kwasniok im Spiel gegen Braunschweig.

Muss vor den nächsten Spielen dringend seine Offensive ins Laufen bringen: Lukas Kwasniok. ©Imago/Picture Point LE

Trainer, Geschäftsführer – und seit rund einer Woche auch Krisenmanager bei Carl Zeiss Jena. Innerhalb kürzester Zeit hat sich Lukas Kwasnioks Aufgabengebiet beim abstiegsbedrohten Klub exorbitant vergrößert. In allen drei Funktionen wird er auch nach dem torlosen Remis gegen Braunschweig weiterhin tätig sein müssen.

„Wir versuchen, uns Woche für Woche entgegen zu stemmen. Im Moment können wir nicht mehr tun, als unser Leben auf dem Platz zu lassen“, sagte der 37-Jährige auf der Pressekonferenz nach dem Kellerduell. Das Problem: Jena lässt auf dem Platz in erster Linie Chancen und Punkte liegen.

Wir sind jetzt in dieser Liga das gallische Dorf. (Lukas Kwasniok über Carl Zeiss Jena)

Das Warten auf den zweiten Pflichtspieltreffer im Jahr 2019 geht weiter, der FCC blieb in sechs seiner sieben Spiele nach der Winterpause ohne Torerfolg. Gegen die Eintracht kam erschwerend hinzu, dass sich die Mannschaft kaum Torchancen erarbeiten konnte.

„Wir sind jetzt in dieser Liga das gallische Dorf, wo keiner an uns glaubt, wo an mir als Trainer und an der Mannschaft gezweifelt wird“, versucht Kwasniok, das Wir-Gefühl vor den kommenden Aufgaben zu stärken. Die geben nämlich wenig Anlass, an eine dauerhafte Trendwende zu glauben.

Wird die Situation noch verzwickter?

Am kommenden Sonntag beginnt die englische Woche mit einer Fahrt auf den Betzenberg, wo der FCK in zwölf Spielen erst neun Gegentreffer schlucken musste. Danach kommt mit Lotte die aktuell formstärkste Defensive der Liga, bei den Sportfreunden stand zuletzt fünf Mal die Null. Zum Abschluss wartet ein Auswärtsspiel beim Tabellenführer Osnabrück, der die beste Defensive der Liga stellt.

Der Rückstand auf den ersten Nichtabstiegsplatz beträgt momentan vier Punkte. Erarbeitet Kwasniok mit seinem Team nicht schleunigst offensive Lösungsansätze, könnte die Situation nach dem Spiel in Osnabrück noch viel prekärer sein.

Auf eine baldige Rückkehr von Julian Günther-Schmidt darf er dabei wohl nicht hoffen. Der Angreifer stand letztmals am Tag vor Weihnachten auf dem Platz, wird seitdem von Schmerzen in der Hüfte ausgebremst. Eine MRT-Untersuchung in diesen Tagen soll Aufschluss darüber geben, wann der fünffache Torschütze wieder belastbar ist.

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