Carl Zeiss Jena: Immer noch überall Ratlosigkeit

Zimmermann von Zusammenbruch konsterniert

Schmerzhafte Analyse: Jenas Coach Mark Zimmermann

Noch angefressen: FCC-Trainer Mark Zimmermann © imago/picture point

Carl Zeiss Jena kommt in der Aufarbeitung der 0:6-Klatsche bei Spitzenreiter SC Paderborn nur in kleinen Schritten vorwärts. Immer noch sind Trainer Mark Zimmermann und die Mannschaft von der höchsten Pleite seit dem Wiederaufstieg konsterniert.

Zimmermann präsentierte sich zu Wochenbeginn immer noch spürbar angefressen. „So haben wir noch nie gespielt. Ich habe zwischenzeitlich nicht gewusst, wo oben und unten ist“, sagte der Coach in der Thüringer Allgemeinen.

Das war Aktionismus von Einzelkämpfern. (Jenas Trainer Mark Zimmermann)

In der Analyse der Lehrstunde durch den Aufstiegsfavoriten beklagt Zimmermann vor allem den Verlust der mannschaftlichen Geschlossenheit. Es hätte am Ende so gewirkt, „als wenn jeder nur für sich auf dem Feld stand. Das war Aktionismus von Einzelkämpfern“, meinte der 44-Jährige.

Pleite lässt sich verschmerzen

Außer auf Paderborns Klasse ist das Debakel womöglich auch auf nachlassende Spannung innerhalb des Teams aufgrund des zunehmend sicher erscheinenden Klassenerhalts zurückzuführen. Fünf Runden vor Saisonschluss haben die Thüringer trotz ihres Desasters bei den Ostwestfalen immer noch acht Punkte Vorsprung auf den Chemnitzer FC auf dem ersten Abstiegsplatz.

Die Mannschaft allerdings will nicht ohne weiteres zur Tagesordnung übergehen. Torwart Jo Coppens, der laut Zimmermann in Paderborn allein eine zweistellige Pleite vehinderte, forderte zur Vermeidung einer späten Verwicklung in den Abstiegskampf eine offene Aussprache.

Man müsse „zusammenhalten und ehrlich miteinander sprechen“, sagte der Belgier. Eine Erklärung für den Zusammenbruch hat Coppens bisher noch nicht: „Mir fehlen die Worte.“

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