Carl Zeiss Jena: Klingbeil mahnt zur Ruhe

"Der Weg ist noch lange nicht zu Ende."

René Klingbeil als Trainer des FC Carl Zeiss Jena

Feierte mit dem FCC einen 2:1-Sieg über den FSV Zwickau: Interimstrainer René Klingbeil. ©Imago images/Picture Point

Die Widrigkeiten hätten für den FC Carl Zeiss Jena am gestrigen Montag nicht größer sein können: Abgeschlagen am Tabellenende, erst ein Heimsieg auf dem Konto, Unruhe durch die Entlassung von Trainer Rico Schmitt und dann auch noch der Rückstand im Spiel gegen den FSV Zwickau.

Doch der FCC packte sich am Schopf und gewann die Partie in strömendem Regen, wofür sich auch die Umstellungen von Trainer René Klingbeil verantwortlich zeigten. Der beorderte Aytac Sulu und Maximilian Rohr in die Startelf – die Defensivspieler machten am Ende in der Offensive den Unterschied, als sie jeweils nach Standard-Situationen zur Stelle waren und dem FCC damit einen 2:1-Sieg bescherten.

Klingbeil bescheiden

Durch die drei Punkte schiebt sich Carl Zeiss Jena in der Tabelle nahe an die SG Sonnenhof Großaspach heran, die rote Laterne in der Heimtabelle gab der FCC durch den Erfolg gegen Zwickau bereits an den Dorfklub ab. Nichtsdestotrotz: Der Abstand zu den Nichtabstiegsplätzen beträgt elf Punkte, weshalb Klingbeil zur Besonnenheit mahnt.

„Der Weg ist noch lange nicht zu Ende“, so der Interimstrainer nach dem Spiel bei MagentaSport. „Jetzt haben wir zwar zuhause drei Punkte geholt, aber wir haben noch sehr, sehr großen Abstand und werden einfach versuchen, weiter in Ruhe zu arbeiten.“

Trainerfrage weiterhin offen

Abgeschrieben hat Carl Zeiss Jena noch nichts, die von Klingbeil an den Tag gelegte Demut ist allerdings angebracht, wenn der Klassenerhalt realistisch bleiben sollte. Mut dazu sollte auf jeden Fall auch die Körpersprache geben, wie von Rohr, als er in strömendem Regen seine Freude herausschrie und damit auch das durch den Treffer gestiegene Selbstbewusstsein demonstrierte.

Weiter geht es für den FCC nun mit einem Auswärtsspiel beim SV Waldhof Mannheim, wo angesichts der durchwachsenen Heimbilanz des SVW (drei Siege in elf Spielen) durchaus etwas möglich ist. Auf der Trainerbank dürfte dann regeltechnisch noch Klingbeil sitzen, gleichzeitig schaut sich der Verein weiterhin nach einem neuen Chef-Coach um.

Persönlich und menschlich müsse er passen, die Liga kennen, im Team sowie mit jungen Spielern arbeiten können, so Geschäftsführer Chris Förster bereits letzte Woche im MDR. Klingbeil ist in die Entscheidung einbezogen – wer jedoch künftig auf der Trainerbank im Paradies Platz nimmt, ist weiterhin offen.

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