Carl Zeiss Jena: Kwasniok moniert fehlende Cleverness

Abstand zur Nichtabstiegszone wächst

Lukas Kwasniok dirigiert seine Mannschaft

Sah in der ersten Halbzeit ein gutes Spiel seiner Mannschaft: Lukas Kwasniok. ©Imago/Jan Huebner

Mit einem 1:4 im Gepäck musste der FC Carl Zeiss Jena gestern die Heimreise vom Betzenberg antreten, ein Ergebnis, das zur Halbzeit so nicht unbedingt zu erwarten gewesen wäre. Denn Jena agierte mutig und war mit dem FCK auf Augenhöhe, folgerichtig ging es mit einem 1:1 in die Pause.

Dementsprechend zufrieden war Trainer Lukas Kwasniok nach der Partie am Mikrofon bei MagentaSport mit den ersten 45 Minuten. „In der ersten Halbzeit haben wir ein gutes Spiel gemacht“, so der Fußballlehrer, der allerdings kritisierte, seine Mannschaft habe „leider zu viele Standards zugelassen, auch aufgrund fehlender Cleverness.“

Fehlplanung?

Die ging speziell in der zweiten Halbzeit Pierre Fassnacht ab, als er Jonjic im Strafraum zu Fall brachte. Den fälligen Elfmeter verwandelte der FCK und kam dadurch auf die Siegerstraße. Speziell Fassnacht die Schuld daran anzukreiden, wäre allerdings Fehl am Platz.

Die nötige Cleverness, die durch Erfahrung kommt, kann Fassnacht bei jetzt fünf Drittliga-Einsätzen noch nicht haben. Anders als zum Beispiel Abstiegskampf-Konkurrent Cottbus entschied sich der FCC in der Wintertransferperiode dafür, eben größtenteils nicht auf die Karte Erfahrung zu setzen.

Noch vor zwei Wochen wurde von seitens Jenas betont, der Kader wäre stark genug für Liga drei. Kwasniok sah seine Mannschaft außerdem in Kaiserslautern gut vorbereitet. „Von der Spielidee war es gut“, so der Coach, allerdings sei die Umsetzung „in der Endzone bis auf eine Aktion zu ungenau“ gewesen – die bekannten Offensivprobleme des FCC, der in den letzten acht Spielen nur zwei Treffer erzielte.

Wie soll sich das gegen Lotte bessern? Die Sportfreunde gastieren am Mittwoch im Paradies, für den FCC ein Alles-oder-nichts-Spiel. Allerdings wird es wohl schwierig, die Gäste in Bedrängnis zu bringen. Zwar verlor Lotte seine letzte Partie gegen Fortuna Köln, blieb zuvor jedoch fünfmal in Folge ohne Gegentor – wie Jena die Lotteraner Mauer durchbrechen soll, ist die derzeit drängenste Frage im Paradies.

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