Carl Zeiss Jena trennt sich von Kwasniok

FCC zieht nach 1:2 gegen Duisburg die Reißleine

Trennung vollzogen. Lukas Kwasniok (r.) ist nicht mehr Trainer des FCC. ©imago images/Picture Point

Lukas Kwasniok hatte es eilig. Sekunden nach dem Abpfiff schritt der FCC-Trainer bereits Richtung Kabine und bekam von den Unmutsäußerungen der Fans im Ernst-Abbe-Sportfeld nicht mehr viel mit. „Wir sind Jena und ihr nicht“, skandierten die Zuschauer, die zudem erneut den Rauswurf des Trainers forderten. FCC-Geschäftsführer Chris Förster wollte nach der Partie gegen den MSV Duisburg, das Jena trotz 86-minütiger Überzahl nach 1:0-Führung noch mit 1:2 verlor, in diese Diskussion zunächst nicht mit einstimmen.

Es war an der Zeit zu handeln. (FCC-Präsident Klaus Berka)

Gegenüber Magenta Sport erklärte Förster, „ich weigere mich zu sagen, dass der Trainer schuld ist“ und prangerte vielmehr das dilettantische Abwehrverhalten bei beiden Gegentoren an. Während der Geschäftsführer noch davon sprach, dass „man die richtige Entscheidung für den Verein treffen müsse“ & „er nichts vorwegnehmen möchte“, schien die Entscheidung bereits gefallen zu sein. Knapp eine Stunde nach Spielende verkündete FCC-Präsident Klaus Berka die Entlassung von Lukas Kwasniok mit den Worten: „Es war an der Zeit zu handeln.“

Weniger eine Frage der Qualität

Ob der neue Mann an der Seitenlinie angesichts von nur einem Zähler aus zehn Partien aber etwas bewirken kann, scheint mehr als fraglich. Denn der Nachfolger von Lukas Kwasniok müsste nicht nur die neun Zähler aufs rettende Ufer, sondern in erster Linie die fehlende Fitness der Mannschaft aufholen.

Dass Jena in der Schlussviertelstunde regelmäßig einbricht und nun bereits neun Gegentore nach Minute 75 kassierte, hat nämlich weniger mit Försters angemahnter fehlender „individuellen Qualität“, als vielmehr mit mangelnder Kondition zu tun.

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