Carl Zeiss Jena: Pannewitz hofft gegen Rostock auf Comeback

Verteidiger könnte sich Traum erfüllen

Kevin Pannewitz am Ball für Hansa Rostock.

Steht Pannewitz gegen seinen Ex-Klub Rostock im Kader? ©Imago/Christoph Reichwein

Für Kevin Pannewitz wird bei Carl Zeiss Jena womöglich in Kürze sein ganz persönliches Fußball-Märchen tatsächlich wahr. Vor dem Liga-Spiel der Thüringer gegen Hansa Rostock (Samstag) macht sich der über Jahre wegen persönlicher Probleme in der Versenkung verschwundene Abwehrspieler offenbar berechtigte Hoffnungen auf sein Comeback im Profi-Fußball.

Ich werde nicht zum Trainer sagen: 'Stell mich auf!' (Kevin Pannewitz über seine Comeback-Ansprüche)

„Wäre schön, wenn ich im Kader sein könnte“, sagte Pannewitz der Bild-Zeitung (Ausgabe vom 11.10.2017) zu seinen Aussichten auf eine Nominierung für Jenas Duell mit den Hanseaten.

Ansprüche jedoch stellt der 25-Jährige trotz offenkundig guter Gesamtleistungen im Training nicht: „Ich habe drei Jahre nicht gespielt. Ich werde also nicht zum Trainer gehen und sagen: ‚Stell mich auf!'“

Pannewitz könnte einen Kreis schließen

Ein Einsatz in der Begegnung mit Rostock ist für Pannewitz allerdings schon längere Zeit das große Ziel. Aus gutem Grund: Bei der Kogge begann vor mittlerweile acht Jahren seine Profi-Karriere, ehe der gebürtige Berliner durch undisziplinierten Lebenswandel von der Bahn abkam und sich seinen Lebensunterhalt als Speditionsarbeiter verdienen musste. Als Fußballer strandete das einst hochgehandelte Talent in Brandenburg bei einem Sechstligisten.

Seine zweite Chance im Profi-Bereich nutzt Pannewitz dem Anschein nach umso entschlossener. Nachdem der Defensivspezialist seine Gewichtsprobleme bewältigt hatte, überzeugte Pannewitz Jenas Trainer Mark Zimmermann in der Vorbereitung auf die laufende Saison und bekam beim FCC sogar einen Vertrag.

Für das Duell mit Rostock allerdings will Zimmermann seinem Schützling bei aller Rücksicht auf die persönliche Bedeutung des Matches für Pannewitz keine Einsatzgarantie geben. „Ich verstehe total, dass das für ihn ein besonderes Spiel ist. Aber ich muss abwägen, was für die Mannschaft das Beste ist“, sagte der Coach und verwies auf einen letzten Rest fehlender Fitness bei dem Verteidiger.

Seine Entscheidung will Zimmermann, der Pannewitz vor der Länderspiel-Pause immerhin schon einmal für die Begegnung mit dem 1. FC Magdeburg in den Kader nominiert hatte, von den weiteren Trainingseindrücken bis zum Spieltag abhängig machen.

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